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8. Das Konzert im Gartenpavillon. 285
Er, der hagre Unterlehrer,
Dem die Muſika den Mangel
Des Gehalts ſo ſchön ergänzte,
Der, anſtatt mit Wein und Braten,
Süß mit Flötenſpiel ſich nährte.
Kamen — doch wer zählt die Schar der
Inſtrument' und ihrer Spieler?
Die Geſamtheit muſikal'ſcher
Kraft des Städtleins war verſammelt.
Ja, vom fernen Eiſenhammer,
Von Albbruck, kam der Verwalter,
Er allein der Bratſche kundig.
Wie ein Häuflein reiſig Kriegsvolk,
Das, des Feinds gewärtig, ſich in
Sichern Hinterhalt gelegt hat,
Alſo lauerten des Freiherrn
Ankunft ſie — und wie der Scharfſchütz,
Eh' das Treffen anhebt, ſorgſam
Das Gewehr prüft, ob das Pulver
Nicht genäßt vom Tau des Morgens,
Ob der Stein noch Funken ſchlage:
Alſo, blaſend, ſtreichend, ſtimmend,
Prüften ſie die Inſtrumente.
Margareta führte jetzt den
Freiherrn und den Gaſt zum Garten.
Nie gebricht's den Frauenzimmern
An dem Vorwand, wenn es ſich um
Scherz und Überraſchung handelt;
Und ſie pries des Gartenhäusleins
Kühle und die ſchöne Ausſicht,
Bis die beiden alten Herren
Unbefangen dorthin ſchritten.
Einer Salve gleich erklang bei
Ihrem Eintritt ein gewalt'ger
Tuſch — ein wirbelnd toller Tongruß,
Und wie aus gehobner Schleuſe⸗
Die Gewäſſer brauſend ſtürzen,
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