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Der Trompeter von Säckingen.
Leckt den Morgentau vom Buchſe,
Nur das Käfervolk im Sande
Treibt ſein angeboren Wühlen,
Und die Raupen an der Laube
Kriechen ihren leiſen Gang.“
Alſo tritt ſie ein, die Fungfrau,
Schüchtern nimmt ſie die Trompete,
Preßt ſie an die Roſenlippe,
Aber ſchier wie Schreck durchzuckt ſie's,
Da ihr Hauch im goldnen Tonkelch
Sich in lauten Schall verwandelt,
Den die Lüfte weiter tragen,
Weiter — ach wer weiß wohin?
Dennoch kann ſie's nimmer laſſen.
Ungefüge Greueltöne,
Schneidend falſche Diſſonanzen
Bläſt ſie in die Morgenſtille,
Daß dem Kater Hiddigeigei
Sein angoriſch langes Fellhaar
Sich wie Igelſtacheln aufſträubt,
Und das Ohr ſich mit der Pfote
Sanft verhaltend ſprach der Biedre:
„Dulde, tapfres Katerherze,
Das ſo vieles ſchon erduldet,
Duld' auch dieſer Fungfrau Blaſen!
Wir, wir kennen die Geſetze,
Die dem alten Schöpfungsrätſel,
Die dem Schall zugrunde liegen,
Und wir kennen ihn, den Zauber,
Der unſichtbar durch den Raum ſchwebt,
Der ungreifbar wie ein Schemen
In die Gänge des Gehörs dringt
Und in Tier- — wie Menſchenherzen —
Liebe, Sehnſucht und Entzücken,
Raſerei und Wahnſinn aufſtürmt.
Und doch müſſen wir erleben,
Daß, wenn unſre Katerliebe
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