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10. Fung Werner in der Erdmannshöhle. 309
Sprach's; — wehmütig griff jung Werner
Zur Trompete, und wehmütig
Klang ſein Blaſen durch die Höhle,
Wie durchhaucht von tiefem Mitleid.
Dann gedacht' er ſeiner eignen
Lieb' — wie ferner Jubel zogen
Heitre Klänge durch die Wehmut,
Zogen näher, — friſcher, voller.
Wie ein Auferſtehungslied am
Oſtermorgen hallt's zum Schluſſe,
Und der ſtille Mann am Felsblock
Nickte grüßend mit dem Haupt. —
Lebe wohl und träum' in Frieden,
Stiller Mann in ſtiller Klauſe,
Bis die Fülle der Erkenntnis
Und die Lieb' den Steinbann ſprengt.
Durch die Höhle rückwärts gingen
Werner und ſein grauer Führer.
Eingetreten in die Halle
Hob der Erdmann einen Felsblock,
Drunter war ein Schrein, es lagen
Edelſteine gleißend drinnen,
Schriften auch und Pergamente,
Einen blaſſen Amethyſtos
Und ein paar vergilbte Blätter
Nahm der Erdmann draus und reicht' ſie
Wernern: „Dies zum Angedenken!
Wird dir's einſt zu bunkt da droben,
Weißt du, wo du Obdach findeſt.
Doch wenn böſe Menſchen ſagen,
Erdmann trüge einen Gansfuß:
Dann, bei Bergkriſtall und Kalkſpat,
Sag': das ſei infam gelogen!
Zwar ein ganz klein wenig platt iſt
Erdmanns Sohl', doch nur ein grober
Bauer kann von Gansfuß ſprechen.
Jetzt ade! dort iſt der Ausgang,
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