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Der Trompeter von Säckingen.
Nimm den Kienſpan, leucht' dir ſelber,
Ich hab' anderweit zu tun!“
Sprach's und kroch in einen Felsſpalt.
Sinnend durch der Höhle Nied'rung
Ging jung Werner; dreimal ſchlug er 45
Seinen Kopf hart an die Felswand,
Eh’ das Tageslicht erreicht war.
Friedlich klang die Abendͤglocke
Durch das Waldtal ihm zum Heimweg.
Eilftes Stück.
Der Hauenſteiner RNummeli.
Durch den Schwarzwald zieht ein Summen,
Summen wie von Bienenſchwärmen,
Summen wie von nahem Sturmwind.
In dem Wirtshaus ſitzen wilde
Burſche, — ſchallend dröhnt der Fauſtſchlag
Auf den Tiſch: „Schafft neuen Wein her! 4550
Jetzo kommen andre Zeiten
Für das Hauenſteiner Ländlein.“
— Auf dem Speicher hebt der Bauer
Dielen auf, holt die vergrabne
Radſchloßflint' herfür, die roſt'ge, L 4365
Holt die lange Helleparte.
— Von dem Nußbaum ſieht's der Rabe,
Krächzt: „Hab' lange Zeit gefaſtet;
Bald gibt's Fleiſch auf meine Tafel:
Bäuerlein, du ſollſt mir ſchmecken!“ 4560
Jetzt von allen Bergeshalden
Zieht's nach Herriſchried zum Markt hin,
Dorten iſt der Sitz der Einung,
Dort wird Einungstag gehalten.
Aber nicht wie ſonſt im ſchwarzen os
Sammetwams, im roten Bruſtlatz,
1 Bgl. zu dieſem Stück Scheffels Aufſatz „Aus dem Sauenſteiner Schwarz⸗
wald“ (Bd. 4 dieſer Ausgabe).
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