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11. Der Hauenſteiner Rummel.
„Hat der Bau'r vergeſſen, daß vor
Mehr als hundertfünfzig Fahren
Schon ſolch Spaßen ihm gelegt ward?
Glaub' wahrhaft, es blitzt vom Wald wie
Pickelhauben und Hallparten.
Gut gedacht, ihr Herrn vom Walde!
Während an der Donau unten
Jetzt dem Türk' der Kaiſeradler
Seine Fäng' verſpüren läßt:
Glaubt ihr, könnt' man ihm ſo leichthin
Hier am Rhein 'ne Feder rupfen!
Seht euch vor, daß eure Rechnung
Sich nicht falſch zeig', und am alten
Freiherrn ſoll es heut nicht fehlen,
Euch ein Süpplein einzubrocken.“
Sprach's und ging hinab zur Stube.
Warf ſich um den Büffelkoller,
Warf ſich um den Reiterpallaſch,
Rief dann ſeine Hausgenoſſen:
„Setzt die Waffen in Bereitſchaft,
Haltet Wache auf den Türmen,
Zieht die Zugbrück' auf und laßt mir
Keinen ungeladnen Gaſt ein!
Ihr, Herr Werner, ordnet dann das
Weitre, hütet mir mein Schlößlein
Und mein Teuerſtes, die Tochter.
Fürcht' dich nicht, lieb' Margareta,
Mut ziemt dem Soldatenkind.
's ſind nur ein paar ſchwarze Raben
Von dem Wald herabgeflogen,
Möchten an der Waldſtadt Mauer
Sich das Hirn etwas erſchüttern.
B'hüet euch Gott! ich ſelber geh' auf
Meinen Poſten itzt, aufs Rathaus.“
Weinend in des Freiherrn Arme
Warf ſich Margareta, dieſer
Küßt' ſie freundlich auf die Stirne.
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