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Der Trompeter von Säckingen.
Roſen und Geranienſträuße,
Betend kniet dort Margareta:
„Schmerzgeprüfte, Gnadenreiche,
Die du unſer Haus beſchirmeſt,
Schirm auch ihn, den böſe Wunde
Krank aufs Krankenlager feſſelt,
Und verzeihe, ſo es etwan
Unrecht wäre, daß ich ſelber
Unabläſſig ſein gedenke.“
Hoffnung und Vertrauen ſenkten
Sich ins Herz mit dem Gebet.
Heiter ſtieg der Treppe Stufen
Margareta aufwärts; — an des
Kranken Schwelle ſtand der graue
Hausarzt, und er winkt' ihr, daß ſie
Leiſen Schrittes vorwärts gehe.
Ungefähr auch wußt' er, welche
Frag' an ihn gerichtet würde,
Sprach deshalb gedämpfter Stimme:
„Seid getroſt, mein gnädig Fräulein,
Friſches Blut und ſtarke Jugend
Krankt nicht lang' an ſolchen Schmarren.
Schon hält der Geneſung Bote,
Milder Schlummer, ihn umfangen,
Heut noch darf er wieder ausgehn.“
Sprach's und ging; es harrte manche
Schuß- und Hiebwund' ſeiner Pflege,
Und er mied unnützes Plaudern.
Leiſe in jung Werners Stube
Eintrat jetzo Margareta,
Scheu neugierig ſchauend, ob der
Arzt ihr wahre Kunde gab.
Sanft entſchlummert lag jung Werner,
Blaß und jugendſchön, gleich einem
Marmorbildnis. Wie im Traume
Hielt er ob der Stirn' und ob der
Friſchvernarbten Wund' die Rechte,
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