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12. Jung Werner und Margareta. 327
Teure Rechnung hinterdrein,
Greif in Sack und zahl' den Spaß!
Sieben Gülden war zuviel dir,
Sind jetzt einundzwanzig worden;
Einquartierung, teure Gäſte,
Und das Pflaſter beim Chirurgus:
Bauer, das gibt insgemein
Teure Rechnung hinterdrein,
Greif in Sack und zahl' den Spaß!“
Freudig ſah jung Werner in die
Landſchaft und zum Rhein hinunter,
Doch er hemmte die Betrachtung;
An der ſonnumglänzten Mauer
Sah er einen Schatten huſchen,
Schatten wie von Locken, wie von
Fraungewand, und Werner kannt' ihn.
Durch den Laubgang kam mit Lachen
Margareta, ſie beſah des
Katers grazioſes Spielen:
Der hatt' in dem Gartenhäuslein
Eine weiße Maus gefangen,
Fraß ſie nicht, nur mit den Pfoten
Hielt er ſie und ſchaut' mit gnäd'gem
Herrſcherblick auf die Gefangne.
Von dem Sitz erhob ſich Werner.
Ehrerbietig grüßend, und es
Flog ein flüchtiges Erröten
Über Margaretas Wangen:
„Gott zum Gruß, Herr Werner“, ſprach ſie,
„Und wie geht's Euch? lang' war Euer
Mund verſtummt, mit Freuden hör' ich
Kunde von ihm ſelber jetzt.“ —
„Seit die Stirne mit des Feindes
Hellepart' Bekanntſchaft machte,
Weiß ich kaum“ — erwidert' Werner,
„Wo mein Denken und mein Leben
Hingeflogen, dunkle Wolken
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