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Der Trompeter von Säckingen.
Weislich um uns all' gezogen,
Jedem iſt der Kreis gewieſen,
Drin gedeihlich er mag walten.
Seit das heil'ge Röm'ſche Reich ſteht,
Steht in ihm der Stände Ordnung:
Adel, Bürgersmann und Bauer.
In ſich ſelber abgeſchloſſen,
Aus ſich ſelber ſich erneuend,
Bleiben ſie geſund und kräftig,
Jeder iſt alsdann ein Pfeiler,
Der das Ganze ſtützt, doch nimmer
Frommt ein Durcheinanderſchütteln.
Wißt Ihr, was daraus hervorſprießt?
Enkel, die von allem etwas
Haben und im ganzen nichts ſind;
Flaches, inhaltloſes Miſchvolk,
Schwankend, losgeriſſen von der
Überlief'rung feſtem Boden!
Ganz, ſcharfkantig muß der Menſch ſein,
Seine Lebensrichtung muß ihm
Schon im Blute liegen als ein
Erbteil früherer Geſchlechter.
Drum verlanget für die Heirat
Standesgleichheit unſre Sitte,
Und die Sitte iſt Geſetz mir,
Über ſeine feſte Mauer
Soll kein fremder Mann mir klettern,
Item, drum ſoll kein Trompeter
Um ein Edelfräulein frei'n!“
So der Freiherr; mühſam hatten
Zu der ernſten, ungewohnten
Theoretiſchen Entwicklung
Sich die Worte ihm gefügt.
Hinterm Ofen lag der Kater
Hiddigeigei, ſorglich lauſchend;
Nickt' auch mit dem Haupte Beifall
An dem Schluß, doch ſinnend fuhr er
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