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14. Das Büchlein der Lieder: Aus den Liedern Margaretas. 363
Und hätt' er ſieben Schlöſſer,
Er ſäh' nicht ſchmucker drein,
— Ach Gott, und doch wär's beſſer,
Er würd' ein andrer ſein!
61565 Ach wär' er doch ein Ritter,
Ein Ritter vom Goldnen Blies!
— O Lieb', wie biſt du bitter,
O Lieb', wie biſt du ſüß!
II.
Ach, nun ſind es ſchon zwei Tage,
6160 Daß ich ihn zuerſt geküßt,
Und ſeit jener böſen Stunde
Alles wie verzaubert iſt.
Meine Stube, drin ſo zierlich
Und ſo nett ich einſt gehauſt,
6165 Steht in wirrem Durcheinander,
Daß mir vor mir ſelber grauſt.
Meine Roſen, meine Nelken,
Schauen welk und traurig drein,
Ach, ich glaub', ich goß ſeit geſtern
6170 Statt mit Waſſer ſie mit Wein.
Meine gute weiße Taube
Hat kein Futter, hat kein Brot,
Und der brave Diſtelfink liegt
In dem Käfig ſchon halbtot.
6n5 Und mit blau und roter Wolle
Iſt am weißen Netz geſtrickt,
Und mit weißem Garn iſt in die
Bunte Stickerei geſtickt.
Und wo ſind die ſchönen Bücher,
6180 „Parzival“ und „Theuerdank“?
Glaub' beinah, ich warf die guten
Sänger in den Küchenſchrank,
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