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Der Trompeter von Säckingen.
Klang nicht wie Gebet, es klang wie:
„Fahre wohl, Amalia'!“
Drauf ein auserleſen Bäuflein,
Kam die Schar der Kardinäle,
Weithin auf dem Marmorboden
Wallt' des Purpurkleides Schleppe.
„Herz, gedulde dich“, ſo dacht' der
Kardinal von Ottoboni,
„Jetzt der zweiten einer, doch in
Weniger als ſieben Jahren
Sitz' ich ſelbſt auf Petri Stuhl.“
Dann ein Zug von Kavalieren,
Blank der Degen, militäriſch
Rückten ſie in Reih' und Glied an,
's war des Papſtes Nobelgarde;
Und der Heil'ge Vater ſelber
Nahte jetzt, — auf hohem Throne
Trugen ihn der Diener acht,
UÜberm Haupte hielten Pagen
Ihm den Pfauenfederfächer.
Schneeweiß war ſein linnen Feſtkleid,
Segnend hob er ſeine Rechte,
Dran Sankt Peters Fiſcherring blitzt,
Und die Menge beugte ſtumm ſich.
Angelangt am Hauptaltare
War der Zug jetzt und es hielt der
Papſt das feierliche Hochamt
Über des Apoſtels Grab.
Feierlich und ernſt erklang des
Chorgeſangs ehrwürd'ge Weiſe,
Die der Meiſter Paleſtrina
Strengen Sinnes einſt geſetzt,
Und die alte Fürſtabtiſſin
Betete in frommer Andacht.
1 Auf die Freunde berechnete und nur ihnen verſtändliche Anſpielung auf
ein Erlebnis, das er bei einem Ausfluge nach dem genannten Kloſter mit ſeiner
Kunſtgenoſſin und Landsmännin, der Malerin Amalie Benſinger, gehabt
und das auch in den „Elkehard“ überſtrahlte (ogl. Bd. 3, S. 14 dieſer Ausgabe).
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