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Hugideo. . 411
und der Göttin Kybele geheimnisvoll Bild im Tempel
unten am Rheine gehütet; aber erſt ſeit Friſt eines Zah⸗
res. Früher war ſie ein heiter Weltkind, die ſchönſte im
Reigen der Zungfrauen, von vielen umſchwärmt, von den
5 geiſtreichen Pflaſtertretern der Provinzialſtadt als „Perle
des Rheines“ beſungen.
Hugideo, der Futhung, war vormals auch in Augſt ge⸗
weſen bei den Römern...
Heutigentages iſt unweit jener Strandgrabſtätte ein
o TCunnel in den Berg gebrochen und die Lokomotive ſauſt
quer durch den Iſteiner Klot. Von Auguſta Rauracorum
ragen noch wenige verwitterte Backſteinmauern aus dein
Wieſengrunde, darüber ſtatt römiſcher Imperatoren jetzt
die weiſen Väter des Kanton Baſellandſchaft herrſchen;
aber dann und wann pflügt der Bauersmann einen
güldenen Ring oder eine gewundene Armſpange oder
einen ehernen Hausgötzen aus den Furchen heraus und
ein ſpätgeborner alamanniſcher Nachkomme denkt dabei
an jene Zeiten, denn im Greiſenalter fallen den Men—
ſchen wie den Bölkern die Geſchichten der Kindheit leb—
hafter ins Gedächtnis als ſonſt, wo noch Taten der Männer
zu tun ſind.
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