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418 Juniperus.
ſchien, ſeine dichteriſchen Träume als Zeichner zu verkörpern.
Durch die „Juniperus“-Novelle dachte er erſtmalig mit ihm
zuſammen „einen kräftigen künſtleriſchen Doppelgang durch die
Welt zu tun“. Im Februar 1866 ſandte er Werner die Rein⸗
ſchrift des Textes zu; während dieſer die Bilder entwarf, wozu
der Dichter auch im einzelnen Anleitung gab, wollte er ſelbſt
„für eine anmutige Vorrede und gelehrte Anmerkungen ſorgen“.
Durch die kriegeriſchen Ereigniſſe des Sommers verzögerte ſich
die Herſtellung der Holzſchnitte und des Druckes, erſt im April des
nächſten Fahres erhielt Scheffel die erſten Satzproben, ſo daß das
Buch im Sommer 1867 endlich erſcheinen konnte. Nur langſam
brach es, wie der Dichter im nächſten Fahre berichtet, „mit Hoch-
achtung und wenig Verkauf“ ſich Bahn und erlebte dauernd eine,
an den übrigen Werken des Dichters gemeſſen, nur beſchränkte
Verbreitung. Man hat in der Novelle eine gewiffe „Kühle“ der
Darſtellung gefunden. Die künſtleriſche Berechtigung dieſer kühlen
Tonart iſt in der Unterſtellung des Dichters gegeben, daß die
Ereigniſſe von ihrem Helden erzählt werden; hinter dem aber
liegen ſie fern und abgeſchloſſen, nachdem er ſie in ſchweigendem
Büßen zwei lange Fahre hin durchdacht und überwunden.
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