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Anmerkungen'.
Die von Heven.
Die ehemalige Herrſchaft Hohenhewen im Hegau, deren
Grenzen, Dörfer und Höfe Kolbs Lexikon des Großh. Baden I,
p. 83 einzeln aufzählt und J. Baders Badenia I, 105 landkart⸗
lich verzeichnet, erſcheint, ſoweit geſchichtliche Nachweiſe reichen,
als unmittelbare Reichsherrſchaft.
Ihre erſten bekannten Beſitzer, die Herren von Hewen, nach
Überlieferung der Familie gleicher Abſtammung mit den alten
Gaugrafen von Ziegenhain in Heſſen, zählten zu den edelſten
und älteſten Geſchlechtern des Landes. 877 Gotfrid von Heven
prepositus in coenobio Pussen-Buron (²) S. Zeitſchrift für
Geſchichte des Oberrheins XVII, 85 not. 1. Die fabulierenden
Aufzeichnungen des Rüxner'ſchen Turnierbuches machen beim
erſten Turnier zu Magdeburg im Jahr 938 einen „Karl, Herrn
zu Hohenhewen, Turniervogt des Landes in Schwaben“ und einen
zum Grieswärtel erwählten „Herrn Marquarden von Hewen“
namhaft. Urkundlich verbürgt treten dieſe mächtigen Edlen ſeit
dem XII. Fahrhundert auf.
1189. Bertoldus de Hewin, Stifter von Gütern pro memoria
sui suorumque an das Kloſter Reichenau. Zeitſchr. I, 323.
1207. Rudoffus et fratres eius nobiles dicti de Hewen ver-
zichten auf Güter in Cheluntal zugunſten Conrads von Neuen-
hauſen. S. Fickler, Quellen und Forſchungen zur Geſchichte
Schwabens und der Oſtſchweiz, Mannheim 1859, p. 72.
Ohne Fahrzahl: Bertholdus de Meinewanc miles qui post-
modum factus est conversus in Salem „domino suo Waltherc
nobili viro de Hewin“ resignavit pratum quoddam in loco Un-
diraichi ... et ipse ad peticionem eius dedit ecclesie Salem.
Zeitſchr. I, 329.
1224. Vir illustris Rudolfus dominus de Hewen tritt eine
Huba in Mowinhain, quam Bertoldus miles de Almishoven de
1 Scheffels.
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