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466 Juniperus.
Rundſiegel des Herrn Rudolf von Hewen einen Schild, in welchem
drei belaubte Lindenzweige quer übereinanderlaufen, welches
Wappen mit dem der benachbarten Freiherrn von Bodmann
identiſch wäre, und an der Urkunde von 1581 im Landesarchiv
Karlsruhe trägt das sigillum domini Hainrici de Hewen in der
untern Hälfte des Wappenſchildes ein „kaum ſichtbares Bäum—
chen“. Zeitſchr. XVII, 85.
Die Stammfeſte auf dem durch Gipslager mit verſteinerten
Schildkröten auch geologiſch bemerkenswerten Hohenhewen, un—
weit Engen, wurde auch die alte Hewen genannt. Der Dreißig—
jährige Krieg brachte ihr gelegentlich der Belagerung von Hohen⸗
twiel durch die Bayern die Zerſtörung für immer. „Anno 1639
den 6. Juli iſt der Vorhoff auf Hochwiell von Kaiſeriſchem Volth
ingenummen und verbrendt worden. Gleich hernach den 12. dis
das Schloß Hewen auch verbrendt worden.“ Eintrag im Hüfinger
Anniverſarium.
Von Althewen aus wurden, vermutlich in früher Zeit, die
Nachbarburgen Hewenegg und Neuenhewen erbaut. Ar⸗
kundliche Nachrichten über die durch ihre Fernſicht berühmte, 2898/
über den Spiegel des Mittelmeers ſich erhebende, im Volksmunde
immer das „Stettener Schlößlein“ genannte Burg Neuenhewen
deren 70 hoher maſſiver Turm in ſeinem Schatten alljährlich
bergfröhliche Schwärme von Beſuchern raſten und zechen ſieht,
ſind ziemlich ſpärlich. Zu Ende des dreizehnten Fahrhunderts
war dieſelbe nicht mehr im Beſitz derer von Hewen, und im Be—
ginn des vierzehnten, als Meiſter Burkhart von Frikke mit der
Genauigkeit eines Kameralbeamten des neunzehnten dem Haus
OÖſterreich ſeine Rechte an „Leut und Gut, Nutz und Gült“ in
Schwaben, Schwarzwald, Elſaß uſw. verzeichnete, war ſie bei
Oſterreich, das ſie durch Kauf vom Grafen Albrecht von Haiger⸗-
loch erworben.
LVI. OFFITIUM HEWEN.
Dis sint nutze unde reht, die diu hêrschaft hat an liuten
und an guote, die mit der burg ze der Niuwen Hewen koufet
sint umbe gräven Albrecht von Heigerlöch.
Bi der burg ze der Niuwen Hewen diu der hêrschaft eigen
ist, it ein akker der giltet der hêrschaft ein malter kernen.
Da lit ouch ein brüel der giltet ze dem meisten IIII fuoder hö-
wes, bi dem minsten II fuoder höwes. — In der Vorburg ligent
ouch VI hiuser, ein schiure, zwo riutinen unde X garten; die
geltent VI vierteil kernen unde II vierteil roggen unde XXXI
hüenr.
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