Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., E 6990,me-2
Scheffel, Joseph Victor von; Panzer, Friedrich [Hrsg.]
Scheffels Werke (2)
[1919]
Seite: 467
(PDF, 96 MB)
Bibliographische Information
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Anmerkungen: Die von Heven. 467

Daâà ligent ouch XIIII½ juchert an riutinen, die geltent alle
mitenandren ze zinse VII müt undein vierteil roggen. Ze Zim-
berholz lit ein schuopòôs die ouch zuo der burg hoeret, diu giltet
ze zinse ein malter kernen. Dâà ligent ouch hofstette und endriu
güetlin diu an sant Martin hoerent, diu geltend ze vogtrehte II
malter unde II vierteil roggen ...
S. Habsburg-öſterreichiſches Urbarbuch, ed. F. Pfeifer,
Stuttgart 1850, p. 288, erläutert bei Schmid, Geſchichte der
Grafen von Zollern-Hohenburg, Stuttg. 1862. p. 594 ff.
Durch welchen Erwerbtitel Neuenhewen an die Grafen von
Hohenberg-Haigerloch gelangte, iſt nicht klar ermittelt. Schmid
a. a. O. p. 13 und Beilage 4 „Uber das Dynaſtengeſchlecht von
Hewen“ vermutet Verwandtſchaft zwiſchen beiden Häuſern in—
folge einer Heirat im dreizehnten Fahrhundert und nimmt als
möglich an, Neuenhewen mit Zubehör könne als Widerlage der
Mitgift einer Hohenberger Tochter an dieſes Haus gekommen und
es könne Herr Rudolf von Hewen mit einer Schweſter des Grafen
Burkard III. von Hohenberg, Herrn zu Nagold, vermählt geweſen
ſein. Es kann aber auch anders zugegangen ſein, denn trotz der
Aufzeichnung des Kaufes im habsburg-öſterreichiſchen Urbarbuch
wurden noch 1315 von Rudolf von Hewen dem Füngeren An—
ſprüche geltend gemacht:
1. Mai 1315... Ich Rudolf von Hewen — das ich minem
herre kunig Fridrich von Rome — geſworen han ze dienen mit
zehen helmen wider herzog Ludwig von Beyern und alle ſine
helfer und ſoll ouch ihm bereit ſin mit minen veſten ... Umb
denſelben dienſt gibet mir min herre dreu hundert und zehen
march ſilbers koſtenſer gewihtes und haben mich ingewiſet uf ir
gült zu Mülhuſen, darumb haben wir uns, ich und min ſun, ver—
zihen alle dez rehten und aller der anſprach die wir
heben und gehebt haben... uf die Newenhewen und
ſwaz darzu gehort und lizzen daz vri und ledig unſerm herrn
und ſinen brudern.
Geben ze Lindowe an unſers herrn ufert tag. Mit dem Sie⸗
gel des Ausſtellers, S. Rudolfi iunioris de Hewen. — Original
im Archiv zu Karlsruhe.
Wegen ſolcher und ähnlicher Anſprüche fand im Fahr 1336
nach den Berichten des Fohannes Vitoduranus ſchwere
Fehde zwiſchen beiden Häuſern ſtatt. S. Böhmer, Regeſten K.
Ludwigs 118 u. ff.
„Als Graf Heinrich von Hohenberg von dem böhmiſchen Feld-
zug 1336 heimkehrte, brach zwiſchen ihm und einem Heren von


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