Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., E 6990,me-2
Scheffel, Joseph Victor von; Panzer, Friedrich [Hrsg.]
Scheffels Werke (2)
[1919]
Seite: 479
(PDF, 96 MB)
Bibliographische Information
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  (z. B.: IV, 145, xii)



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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/scheffel_werke2/0479
Anmerkungen: Almishoven. 479

Brege an Heinrich von Fürſtenberg veräußert. S. Kolb, Lexikon
I, 175, s. v. Bruggen. .
Jüngere Söhne des Geſchlechts, Herrn „Fridrich von Almas-
hoffen, Kilcher zu VYmmedingen“, Herrn „Hans von Almashofen,
Kyrchherr zu Wolterting“, Herrn „Bikk von Almshofen, ein ſant
Johanſer riter“ und viele andere, ſowie die zahlreichen weiblichen
Mitglieder, die beinahe maſſenhaft das Kloſter Mariahof be—
völkerten, soror Katherina von Almashofen die alt, soror Mar-
gareta und soror Anna, soror Dorothea Almashofferin conversa,
soror Brid, soror Catherina, soror Frena, soror Anastasia, die
„ſyben Schweſtern von Almashofen“ und viele andere macht das
Neidinger Anniverſarium namhaft. Am 22. März feierte man
das Gedächtnis einer „Luggi“, am 28. Oktober einer „Luggart“
von Almashoffen.
Als die meiſten Beſitzungen verkauft waren, wendete ſich der
Almenshofer Mannsſtamm, bevor er gegen Ende des XVI. Fahr⸗
hunderts ausſtarb, noch in moderner Weiſe der Induſtrie zu, und
1525 verlieh Graf Friedrich von Fürſtenberg erblich an Philipp
von Allmenshofen zu Immendingen und Genoſſen ſein Bergwerk
zu Hammereiſenbach und Vallenbach ſamt Waſſer und Wald zu
Gewinnung aller Metalle.
Die bergmänniſch intereſſante Urkunde ſ. Zeitſchrift XII, 399.
Eine soror Anna von Almatzhofen war noch im XVII. Fahr⸗
hundert Nonne zu Neidingen. Anniverſar I, p. 41.
Die im Allmenshofer Ried aus klarem Sandboden bewegt
und klar aufquirlenden Quellen ſtreiten mit den Flüßlein Brigach
und Breg, welche laut Sprichworts die Donau zuwegbringen,
ſowie mit dem ſtillen, wohlummauerten Quell im Schloßhofe zu
Donaueſchingen um die Ehre, des Donauſtroms echter Urſprung
zu ſein.
Seit dem Vater der Geſchichtſchreibung, Herodot, der von
den Quellen des Iſter bei der Keltenſtadt Pyrene fabelte, und ſeit
Tiberius, der nach der Bodenſeeſchlacht wider die Vindelizier
als bewaffneter Touriſt denſelben nachſpürte, bis auf den Kaiſer⸗
lichen General Grafen Marſiglio, der den Bregachurſprung bei
Furtwangen in der öſterreichiſchen Herrſchaft Triberg für den
echten Donauquell erklärte, und bis auf des Schwarzwaldkloſters
Sankt Georgen verordneten Bicarius perpetuus F. W. Breu—
ninger, der 1719 in ſeinem „fons Danubii primus et naturalis
oder Urquelle des Weltberühmbten Donauſtroms“ als guter Würt⸗
temberger mit Leidenſchaft nachwies, daß ſelbiger „in dem Reich
der Natur, nicht zu Don⸗Eſchingen, ſondern anderswo, nämlich


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