Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., E 6990,me-2
Scheffel, Joseph Victor von; Panzer, Friedrich [Hrsg.]
Scheffels Werke (2)
[1919]
Seite: 483
(PDF, 96 MB)
Bibliographische Information
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Freiburg und der Oberrhein

  (z. B.: IV, 145, xii)



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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/scheffel_werke2/0483
Anmerkungen: Die von Urslingen. 483

Wer ſich vollſtändig und urkundlich über die Urſelinger zu
unterrichten wünſcht, findet reiche Literaturr
S. Fickler, Die Herzoge von Urslingen, und Herrn von Rap⸗
poltſtein in Kaſts Archiv für Geſchichte, Genealogie uſw. Stutt-
gart 1846.
F. X. Bronner, Abenteuerliche Geſchichte Herzog Werners
von Urslingen. Nebſt einer Geſchichte der Herzoge von Urslingen,
Aarau 1828.
Ihre Regeſten von 1163 bis 1242, ſ. bei Stälin, wirtemberg.
Geſchichte II, § 33, welchen aus Urkunden des Kloſters Tennenbach
noch eingereiht werden können:
1179. März 7. in castro Riegel. Egilolfus de Ursilingen.
1187. o. D. Straßburg, nobilis quidam de Ursilingen Egilolf.
1218. Novemb. 23. Malberc Reinaldus dux Spoleitt.
3 S. Fchriften des bad. Altertumsvereins, III. Jahrgang, pag.
Die vom 26. Mai 1284 datierte Urkunde des Kloſters Alpirs-
bach, welchem „Hainrich der Herzoge und ich Rainolt ſin bruder,
Herren von Brſelingen“ Kaſtvögte waren, von Gerbert, hist.
nigr. Silvae II, 162 für verloren gehalten, f. in der Zeitſchrift für
Geſchichte des Oberrh. IX, 375 u. ff. —
Das Wappen der Urſelinger, drei rote Schilde im weißen
Felde, welches noch heutigen Tages ihre einſtige Reſidenzſtadt
Schiltach führt, iſt identiſch mit dem der Freiherrn von Rappolt-
ſtein im Oberelſaß und mit dem der Freiherrn von Weinsberg.
S. Wolfg. Lazius de migrationibus gentium, Basil. 1572, p. 141. —
Zeitſchrift IX, 431, XI, 247. XIII, 101.
Die eigentümliche Helmzier, ein bärtiger Mannskopf mit wal⸗
lendem Haupthaar und hoher phrygiſcher Mütze, an die beliebte
Herleitung der altfränkiſchen Geſchlechter von den Trojanern er—
innernd (quando iam nemo non Troiana sibi antiquitate atque
origine placet... W. Lazius), fand der Schreiber dieſer Zeilen
auf einem urslingiſchen Grabſtein ohne Inſchrift im weltverbor⸗
genen Schwarzwaldklöſterlein Wittichen, deſſen „erbarn gaiſt.
lichen Frowen“ im Jahr 1365 „Herzog Rainalt von Urslingen
und fraw Beatrix von Teckhe ſine eheliche hausfraw und herzog
Cunradt Ir beeder Sune“ zollfreie Durchfahrt an ihrem Zoll in
Schiltach bewilligten. S. Fickler in Kaſts Archiv, p. 28, not. 60.
— Die Urſelinger betrieben auch die Erzgruben um Heibach und
bei Wittichen.

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