Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., E 6990,me-2
Scheffel, Joseph Victor von; Panzer, Friedrich [Hrsg.]
Scheffels Werke (2)
[1919]
Seite: 486
(PDF, 96 MB)
Bibliographische Information
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  (z. B.: IV, 145, xii)



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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/scheffel_werke2/0486
486 Anmerkungen des Merausgehers.

„Manlich herge vindet man bi schilele“ (487,1);
2 Str. 3:
„Swer folget dem schihle der sol ez enblanden
dem Rbe, dem guote, dem herzen, den handen“ (404,4);
zu Str. 3 und 4:
„Der schilt wil mit zuhten vil baltlichez ellen:
er hazzet, er schiuhet schant und ir gesellen.
M des niht enwelle daz man bi im vindhe
se sSwachlich gesinde.
er wil daz die sinen
uf ère sich pinen,
in tugenden erschinen“ (404 1ι&:
und:
„Swer mit schilt sich decken wil vor schanden,
der sol ez dem libe wol entblanden.
Des sSchildes ampt git Ere,
im ist bereit
werdekeit:
sie muoz aber kosten sére“ (457, 18u.):

„Sie ist äne schuhle mir hazlich erbelgen
der ich ze dienste dem schihle wil volgen.
gein ir langen kriege setz ich min gedulde“ (40 51.);
zu Str. 6 und 7:
„Tuo her schilt! man sol mich hiute sSchouwen
dienen miner herzelleben frouwen.
ich nuoz ir minne erwerhen
und ir gruorz
af mir muor sper erkrachen“ (45712au.).
S. 43. Hem Landgrafen Hermann den „Parzlval“ überreichend.
Dem Jungfräulein Alix, dessen Erfindung die Anmerkungen be⸗
gründen, gab den Namen wohl die Rrinnerung an die Gräfin Alix
von Blois, die Tochter Eleonorens von Poiton, die in der französi-
schen Literatur des 12. Juhrhunderts eine bekannte Rolle Spielt.
Die Strophen 4ff. sind sichtlich eine dichterische Polemik gegen
die Ausführungen in H. Hollands „Geschichte der altdeutschen
Dichtkunst in Bayern“, S. 127 fl. (Regensburg 1862). Vgl. hier und
dort den „Gänsekiel“!
In der Landgrafenkemenate der Wartburg steht ein nach dem
Entwurfe H. von Ritgens gefertigter Bücherschrank, auf dessen
drei Türen der Darmstädter Maler Rudolf Hofmann die drei Meister-
werke der epischen Dichtung des Mittelalters in Arei Auftritten
dargestellt hat, die das große Wartburgwerk S. 448 beschreibt. Vom
ersten, auf den Parzival bezüglichen Bilde heißt es da: „Tiefer
unten überreicht Wolfram von Eschenbach dem Landgrafen Her-
mann I. sein auf der Wartburg vollendetes Werk, den Parcival, und


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