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Frau Aventiure, S. 56—IIr. 489
qu'il considéra comme humaines, et qu'il fit graver dans ses Pis-
cium querelae. II n'est cependant besoin que des plus légères
notions d'ostéologie, pour voir, qu'elles ne viennent pas d'un homme.
On aurait pu les croire de crocodiles ou de poissons; mais aujourd'hui
que l'on connait bien celles d'ichtyosaurus, on ne peut hésiter a y
rapporter celles dont je viens de parler.“
Fahrende Leute (S. 86 ff.).
S. 86. Exodus cantorum. Von dieser „Frankenfahrt“, die er
für das,‚Münchener Dichterbuch“ eingesandt hatte, schreibt Scheffel
an Heyse unterm 29. April 1862: ich wollte eigentlich damit zeigen,
in welcher Art der fahrende Schülergeſang im Mittelalter den Bädeker
erſetzte.
S. 93. Irregang. Das Gedicht verdankt den Beziehungen
Scheffels zu Emma Heim, im besonderen einem Besuch in Zell zu
Emmas 25. Geburtstag im Fasching 1860 seine Entstehung. Scheffel
hatte sich in Zell in Rokokotracht gezeigt. Am 17. Februar fuhr er
mit Emma durchs verschneite Kinzigtal am Stifte Gengenbach und
Schloß Ortenberg vorbei nach Offenburg zurück; vgl. E. Boerschel,
S. 227ff.
Einer aus Schwaben (S. 107 ff.).
S. 107 f. Laeticia silvestris und Tristicia amorosa. Die Lieder
entstanden bei Wanderungen von Donaueschingen aus. Das erſte
iſt aus Spaziergängen in das Wutachtal bei Blumenegg — das 2.
aus den Beſuchen des ſogenannten Stettener Schlößleins erwachſen,
schreibt Scheffel an Barack 1863 (bei Proelß, S. 472). Das erste Ge-
dicht legte Scheffel einem Briefe an Aug. v. Eisenhart Ende 1858
bei, vgl. L. v. Kobell, S. 37; schon die Epistel aus Donaueschingen
vom 8. Juli 1858 (Bd. 4 dieser Ausgabe, S. 469) erwähnt es. Die
„Marigutta“ der letzten Zeile ist Maria Josefa, die Tochter des
Ländenwirts in Achdorf: „Scheffelkalender aufs Jahr 1913“, S. 178.
S. 108. Frene. Scheffel war im Mai 1859 in Lorch.
S. 110. Von Liebe und Leben ſcheidend. Dem Gedichte liegt
das Verhältnis zu Emma Heim zugrunde; es entstand bei Emmas
UÜbersiedlung nach Petersburg im Herbste 1860 (vgl. Boerschel,
S. 248). Emma hatte auf der im „Irregang“-Lied festgehaltenen
Fahrt dem Dichter eine goldgeränderte Halslitze als Erinnerungs-
zeichen gegeben.
Anaſtaſios der Byzantiner (S. 1IIf.).
S. 1II. Trauergeſang. Scheffel sandte das Gedicht am 19. März
1860 an den Subrektor Christian Schad in Kitzingen zur Aufnahme
in dessen „Musenalmanach“, der aber inzwischen eingegangen war
(„Scheffelkalender“ für 1913, S. 60).
Überschrift und Inhalt des „Trauergesangs“ stammen aus
Nicetas, bei dem eine Klagerede um die Stadt, ρον 7πρ αυοριις
überschrieben, sich findet, in der das Schicksal der unglücklichen
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