Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., E 6990,me-2
Scheffel, Joseph Victor von; Panzer, Friedrich [Hrsg.]
Scheffels Werke (2)
[1919]
Seite: 491
(PDF, 96 MB)
Bibliographische Information
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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/scheffel_werke2/0491
PFrau Aventiure, S. 114—144. 491

Si hat liep ein kleine vogellin,
daz ir singet und ein lützel nach ir sprechen kan:
müest ich dem gehiche ir heimlich sin,
86 swüere ich des wol daz nie frouwe solchen vogel gewan usw.

S. 128. Dörpertanzreigen. Über die Entstehung dieses Liedes
hat Scheffel sich auf Anfrage in einem Briefe vom 8. Mai 1880 ge-
äußert, der im „Jahrbuch“ 1895, S. 30 abgedruckt ist.
S. 133. Rügelied. Anregung hat Scheffel für dieses Gedicht
wohl gewonnen — ähnlich wie zu „Daheim“ (S. 138) — aus einem Liede
des Minnesingers Tannhäuser (bei von der Hagen, Bd. 2, S. 84f.),
der durch gehäufte Anwendung französischer Wörter das modische
Kauderwelsch seiner Sangesgenossen parodiert; damit verband sich
die Erinnerung an den Spott des schwäbischen Spruchdichters
Marner auf die höfischen Rheinländer (v. d. Hagen, Bd. 2, S. 241,
und in Strauchs Ausgabe, Straßburg 1876, XI, 25): Ez mœac wol
curteis povel sen, pittit mangier ist in gesunt. Einen Hinweis auf
die Gedichte Tannhäusers und des Marners konnte Scheffel bei
W. Wackernagel, Altfranzösische Lieder und Leiche, S. 196 (Basel
1846), finden, in Ausführungen, die sichtlich überhaupt für sein
Gedicht fruchtbar wurden.
S. 135. Nach dem erſten Sängerſtreit. Das Gedicht nimmt
seinen Ausgang von Str. 39 des „Wartburgkriegs“ in der Jenaer
Handschrift (bei von der Hagen, Bd. 3, S. 176 b): „Vünf hunde habent
mich für genomen und dunkent sich in vreche“ usw.
S. 136. Am Traunſee. I. Frey („Schweizer Freunde“, S. 24)
bezieht das Gedicht auf den Hallwyler See, gewiß mit Unrecht;
allenfalls könnte das Lied statt am Traunsee kurz vorher, im Vor-
frühling 1860, am Chiemsee entstanden sein, wo II. gedichtet wurde.
Hier hörte der Dichter in seiner Einsamkeit auf Frauenwörth nichts
anderes als Vogelſang, Ruderſchlag und Nonnenchöre. Er trug das
Lied in das Künstleralbum des Gasthauses auf Frauenwörth ein
(Proelß, S. 526).
S. 138. Daheim. Neben Tannhäusers Leich, auf den Scheffels
Anmerkungen verweisen, denke man an Wolframs Zwiegespräch mit
Frau Aventiure im „Parzival“ zu Beginn des 9. Buches.
S. 142. Des Meiſters Konradus Spur. II. Scheffel teilt das
Gedicht unter der Ü berschrift „Donaulied“ Paul Heyse am 25. Fe-
bruar 1860 mit als ein Lied, das Meister Konradus gesungen, da er
einſt zur Babenbergerin Richenza Donauabwärts fuhr. Über Richenza
vgl. Bd. 1 dieser Ausgabe, S. 278.
S. 144. Auf wilden Bergen. Das Lied entstand am 15. Sep-
tember 1862 auf einem Steinblock gegenüber dem majeſtätiſchen
Roſeggiogletſcher im Engadin. Scheffel sandte es dem Groſherzog
von Weimar in einem Briefe vom 23. Januar 1863, der bei Proelß
auszugsweise abgedruckt ist. Vgl. den persönlicheren auf den Wart-
burgroman zielenden Schluß in den Lesarten.


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