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494 Anmerkungen des Herausgebers.
V. z8 zok. Der Witz ist eine deutliche Erinnerung an Heines
Vorrede zum „Atta Troll“ (Heines Werke, herausg. von Elster,
Bal. 2, S. 351): „Ich hegte die Absicht das Ganze herauszugeben,
uber es blieb immer bei dem lobenswerten Vorsatze, und wie allen
großen Werken der Deutschen, wie dem Kölner Dome, dem Schel-
lingschen Gotte, der preußischen Konstitution etc., ging es auch
dem Atta Troll“’' — er ward nicht fertig.“
V. 3917ffk. Das Stück ist bis ins cinzelne vorgebildet in der
7. Epistel aus Säckingen, unten, Bd. 4, S. 265 ff. Beiden Erzählungen
liegt eine Sage zugrunde, die Bernh. Baader in seinen „Volkssagen
aus dem Lande Baden“, S. 17f. (Karlsruhe 1851), mitteilt. Die
Haseler Tropfsteinhöhle war danach vor Zeiten von Erdmännlein
bewohnt, wonach sie „Erdmännleinsloch“ oder ‚„Erdmannshöhle“
genannt wird. Die Erdmännlein führten einst einen Bauern, den
sie wegen seiner Tugend liebten, in die Höhle und zeigten ihm
den Bingang in die Bergwerke, in denen viele tausend Erdmänn-
lein mit der Gewinnung und Bearbeitung von Gold und Silber
beschäftigt waren. Ihr Segen macht ihn reich, er ist aber neugie-
rig, warum sie ihre Füße unter langen Kleidern verstecken, streut
einst asche in seinen Hausgang und findet am Morgen den Ab-
druck von Gänsefüßen. Da verlassen ihn die Erdmännlein, und
er wird arm und stirbt bald. Daß im übrigen, besonders in der
Figur des stillen Mannes, Erinnerungen an das 5. Kapitel von
Novalis' „Heinrich von Ofterdingen“ sich fühlbar machen, ist in
der Rinleitung bemerkt. Zum Meysenhartus vgl. auch die 2. Epistel;
daselbst, S. 225kk.
V. 3934 ffk. Hier hat gewiß Preiligraths bekanntes Gedicht, ‚Die
Tanne“ vorgeschwebt.
V. 4345 ff. Neben dem Aufsatz über die Hiauensteiner ist zu
diesem Stück die 6. der Säckinger BEpisteln (Bd. 4, S. 253 ff.) zu ver-
gleichen.
V. 4863ffk. Die Verwandtschaft dieses Auftritts mit Hauffs
Erzählung von Bärbele und dem genesenden Georg von Sturm-
feder in seinem „Lichtenstein“ (1. Kapitel des 2. Teiles) ist gewiß
nicht zufällig.
V. 5412ff. Die Auseinandersetzung des Preiherrn, überhaupt
das ganze Dreiecksverhältnis — Vater — Tochter — unebenbür-
tiger Liebhaber — erinnert auffallend an den Schluß des 4. Kapitels
in Willibald Alexis' „Der Roland von Berlin“.
V. 5546 ff. Es kann nicht zweifelhaft sein, daß die Einfügung
des bunten Liederstraußes auf die Anregung der „Amaranth“ von
Oskar von Redtwitz zurückgeht — trotz der spöttischen Ablehnung
des Buches in der „Zueignung“ (oben, V. 119 ff.); dort sind, wie
im „Trompeter“, Lieder aller Hauptpersonen straußweise zwischen
die Erzählung gesteckt: „Amaranths Waldeslieder“, „Amaranths
stile Lieder“, „Ghismondas Sonette“, Walthers „Lieder an Ama-
ranth“, „Amaranths Herbsteslieder“.
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