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Anmerkungen des Dichters. 471

70 Dieſes Museſſen war in Sankt Gallen ſo gewöhnlich, daß
Kero das Wort cibi (Speiſen) nicht beſſer als mit Mus, und das
Wort coenare (ſpeiſen) nicht anders als mit Abendmuſen zu über-⸗
ſetzen wußte. J. v. Arx, Geſch. I, 178.
71 Regula S. Benedicti, cap. 39: de mensura cibi.
7² Hanch praecellat alemannicus et mala pellat. S. Hattemer,
Denkmale ꝛc. III, 599. (In der vorzugsweiſe als liber benedic-
tionum bezeichneten Handſchrift 393 iſt eine ſo reiche Speiſekarte
von Fiſchen aufgezählt Aſchen, Triſchen, Lampreten ufw.], daß
man ſie mit dem Gefühl vollkommener Befriedigung in betreff
des Zuſtands der Kloſterküche an den Faſttagen aus der Hand legt.
Möchte ſie durch vollſtändige Ausgabe größeren gaſtronomiſch—
philologiſchen Kreiſen nicht länger vorenthalten bleiben!)
7² Sueton, im Leben des Auguſtus c. 77. Übrigens trank der
Kaiſer ſelbſt an jenem traurigen Tag nicht mehr als einen sex-
tarius (etwa 1 Schoppen).
7⁴ Regula S. Benedicti, c. 40: de mensura potus.
75 Ob der Abt recht gehabt, die deutſche Sprache, ſo wie ſie
damals geſprochen ward, alſo anzufechten, möge dahingeſtellt ſein.
Sie hat ſich ſeither von Grund aus umgeſtaltet, die Mehrzahl der
kernigen kräftigen, einem ſteten Verkehr mit der Natur entnom-
menen Worte, ſowie die vollen tonreichen Formen ſind verſchwun⸗
den und haben einer kühleren gefirnißten und abgeſchliffenen
Redeweiſe Platz gemacht. Uns aber, wenn wir des alten Notker
ungefüg großartige deutſche Schriften leſen, weht es jedesmal
daraus an wie ein Hauch würziger Bergluft und echter ehrwür⸗
diger Poeſie, die von keinem Spatzengezwitſcher und von keinem
Rabengekrächze durchſchnarrt iſt.
7⁶ Vita S. Benedicti abbatis a Oregorio Magno romano Ponti-
fice Fomscripta, c. 2: de tentatione carnis superata.
77 ... de voluntate ipsius ipsa cum eo pridie secreta con-
dixerat. Ekkeh. IV. casus S. Galli, c. 10.
78 Tutilos Räubergeſchichte ſ. Ekkeh. IV. casus S. Galli, c. 3,
bei Pertz, Monum. II, 98.
79 Über die damaligen Muſikinſtrumente und den Zuſtand

ſanktgalliſcher Muſik gibt Notker Labeos Aufſatz — ſ. Hattemer,

Denkmale ꝛc. III, 586 u. ff. — wichtigen Aufſchluß. Die hier

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gegebene Beſchreibung der Inſtrumente iſt auf die bildlichen Dar-⸗
ſtellungen in Notkers Pſalmenbuch (Handſchrift 21 der ſanktgall.
Bibliothek) geſtützt. Das eine Blatt der beiden Federzeichnungen,
die den Eingang des Buches ſchmücken, ſtellt den König David
vor, auf dem Throne ſitzend und mit einem Plektron die ſieben-


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