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Anmmerkungen. des Dichters. 477

u6 Commoditas talentum valet! (alter geiſtlicher Spruch).
u7 ... Duellium die condicto cum aegre exspectatus veniret,
ultra quam ipse vellet susceptum in conclave suo proximum,
suum, ut ipsa ait, manu duxit magistrum. Tbi nocte et die cum
familiari aliqua intrare solebat ad legendum pedissequa, foribus
tamen semper apertis, ut, si quis etiam ausus quid esset, nihil
quod diceret, sinistrum haberet. Illic quoque crebro ambos
ministri et milites, principes etiam terrae, lectioni aut consiliis
invenerunt agentes. Ekkeh. casus S. Galli, c. 10, bei Pertz,
Mon. II, 123.
1¹18S S. Grimm, Deutſche Rechtsaltertümer, 1. Aufl., p. 339.
19 S. Grimm, Deutſche Mythologie, 3. Ausg., p. 695.
20 vasque magnum, quod vulgo cupam vocant, quod
viginti et sex modios amplius minusve capiebat, cerevisia plenum
in medio habebant positum.“ Vita S. Columbani.
1¹²21 Ausonius Idyll. 7.
22 Das alemanniſch-ſchwäbiſche Heidentum beruhte auf einem
einfachen Kultus der Natur. „Sie verehren Bäume, Waſſer-
ſtröme, Hügel und Bergſchluchten. Pferden, Rindern und vielen
andern Tieren ſchneiden ſie das Haupt vom Rumpf und bringen
ſie dieſen als Schlachtopfer dar“, ſo ſchreibt der Grieche Agathias

im ſechſten Fahrhundert von den Alemannen im Gegenſatz zu

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den chriſtlichen Franken. „Betet keine Götzen an, weder an Fel⸗
ſen noch an Bäumen, weder an abgelegenen Orten noch an Quel-
len, auch nicht auf Kreuzwegen bringet eure Anbetung und eure
Gelübde dar“, predigt der heilige Pirminius, Stifter der Reichenau,
zwei Jahrhunderte ſpäter. Wer da weiß, mit welcher Zähigkeit
der Bauer in ſeiner Sitte die Überlieferung altersgrauer Ver⸗
gangenheit bewahrt, und wie noch manche ſeiner heutigen Bräuche
an die Opfer des Heidentums gemahnen, den wird es nicht be⸗
fremden, im zehnten Fahrhundert noch auf nächtliche biertrin⸗
kende Konventikel zu ſtoßen, die ſich von denen zu des heiligen
Columban Zeiten wenig oder gar nicht unterſcheiden. Ob übrigens
eine in ähnlichen Formen, wie die hier beſchriebenen, ſich be—

35 wegende Sitte des gemeinſchaftlichen Trinkens auf den deutſchen

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Hochſchulen, die unter dem Namen „einen Salamander reiben“
bekannt, aber von niemanden erklärt iſt, nicht auch einen Anklang
an altheidniſche Trankopfer enthalte, bleibe dahingeſtellt, wiewohl
die Wiſſenſchaft darüber einig iſt, daß „durch die religioſe Bedeu⸗-
tung des Trinkens ein überraſchender Zuſammenhang in mehrere
andere Gebräuche kommt“.
122 Die Steinbrüche am ſog. Schienemer Berg, wie die im


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