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Anmerkungen des Dichters. 493
226. si fugae, inquit, copiam haberem, iuvenum optimi,
profecto fugerem, nunce antem in vestris quia velim nolim sum
manibus, mitius mecum quidem vos condecet agere. S. die
ganze Schilderung von Rudimanns nächtlichem Einſchleichen und
Ertappung bei Ekkeh. IV, casus S. Galli, c. 10. Pertz, Mon. II, 124.
227 Die damaligen Studien erſtreckten ſich auch auf die Stern⸗
kunde. In der ſanktgalliſchen Handſchrift Nr. 18, p. 43 findet ſich
das Bild eines Mönches, der durch ein Fernrohr nach den Ge—
ſtirnen ſchaut. Notker Labeo beſchreibt ausführlich einen im Klo⸗
ſter aufgeſtellten Himmelsglobus. Die aſtronomiſchen Schriften
der Alten, z. B. Aratus, kannte und las man. Bgl. J. v. Arx,
Geſchichten ꝛc. I, 265.
2286. Antipodes nulla ratione credendi sunt, quia nec soliti-
das patitur, nec centrum terrae, sed neque hoc ulla historiae
cognitione firmatum, sed hoc poetae quasi ratiocinando
conjectant. Wörterbuch des Biſchofs Salomo.
229 Dieſe berühmte Disputation beſchreibt ausführlich der frän—⸗
kiſche Mönch Richer im dritten Buch ſeiner Geſchichten, Kap. 65.
Der Kaiſer gab Befehl, das gelehrte Turnier einzuſtellen, denn
„der Tag war darüber beinah zu Ende gegangen und die Zu⸗-
hörer von den vielen und langen Reden ermüdet“.
20 Die klöſterliche Diſziplin war bemüht, mit den mannig-
fachſten Akten des gewöhnlichen Lebens ein Gebet oder einen
Hymnus zu verbinden. Die ſanktgalliſche Handſchrift 134 ent-
hält eine Sammlung ſolcher Hymnen, z. B. Hymne beim erſten
Hahnenruf (ad gallicinium), beim Faſten, vor und nach dem Im—-
b'ß, beim Anzünden der Nachtlampen uſw. Bgl. Hattemer, Denk-⸗
male ꝛc. I, 273 u. ff. —
. Altera dein die . magistrum lectura adiit. Et cum
edisset, ad quid puer ille venerit, ipso astante inter cetera
quaesivit. Propter Grecismum, ille ait .. . domina mi! ut ab
ore vestro aliquid raperet, alias sciolum vobis illum attuli. Puer
autem ipse pulcher aspectu, metro cum esset paratissimus, sic
intulit: Esse velim Graecus uſw. Ekkeh. IV, casus S. Galli, c. 10
bei Pertz, Mon. II, 125.
222 Grimm, Deutſche Rechtsaltertümer, p. 702, s. v. Scheren.
23 S. Thegani vita Hludowici imp. I, 19 bei Pertz, Mon.
II, 594. B
34. spillüten und allen den, die gut für ere ne-
meênt und die sich ze aigen geben hant, den gibt man
ains mannes schaten von der sunnen etc. Landrecht des Schwa—
benſpiegels.
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