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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/scheffel_werke3/0499
498 Ekkehard.

alten und eigentümlichen Text mit dem Refrain „loba! loba!“
zu geben wiſſen. Dem Verfaſſer wurde am Säntis auf die Frage
nach dem Kuhreigen dadurch geantwortet, daß man das Alphorn
vom Rücken nahm und ihn blies, ohne ein Wort dazu zu ſingen
oder zu jodeln.
2⁶69 Ekkehardus autem, notularum peritissimus, paene omnia
haec eisdem notavit in tabula verbis etc. Ekkeh. IV. casus S.
Galli, c. 16, Pertz, Mon. II, 140. Die ſanktgalliſche Handſchrift
270 gibt nähere Auskunft über die verſchiedenen Arten von Ge—
heimſchrift, deren man ſich allgemein bediente. S. W. Grimm,
Über deutſche Runen, und Hattemer, Denkmale ꝛc. I, 417, wo
auch als Beilage in Steindruck mehrere genaue Fakſimile mit-
geteilt ſind. Es iſt auffallend, wie eine gewiſſe AÄhnlichkeit zwiſchen
dieſen Charakteren und denen etruskiſcher Inſchriften ſtattfindet.
270 Procop. bell. Vand. II, 6.
Die noch ganz an antike Gymnaſtik erinnernden Ergötzun⸗
gen der ſanktgalliſchen Schuljugend, wozu u. a. auch Wettrennen,
Ringen mit geſalbten Händen, Stockfechten ꝛc. gehörte, beſchreibt
Notker Labeo in ſeinem lateiniſchen Vakanzlied, mitgeteilt von
Z. v. Arx, Geſchichten ꝛc. I, 259.
*7² Ev. Foh. III, 8.
27² Die ſehr ins Auge fallende innerrhodiſche Kleidungsart iſt
unzweifelhaft die alte des appenzelliſchen Volkes. Tobler, Appen-
zell. Sprachſchatz, p. 25. L
74 „Der Zaur iſt ein einzelnes kurzes Gejauchze, das mit
uhb oder u bu hu hui huit!l bezeichnet werden kann.“ Tobler
a. a. O., p. 4653.
275 Appenzelliſcher Landbrauch. Noch vor wenig FJFahrzehnten
war die große Haustüre des Amtmann Tanner von Heriſau voll
der Köpfe von Gewild, wodurch das Volk ihm Liebe und Achtung
erzeigen wollte.
„Gumpen, gombela⸗ hüpfen, mutwillig ſpringen,
ruggüßa (ru-jauchzen) = den Ruggüßler ſingen, ein landes-
eigentümliches Hirtenlied in holperigen Reimen, aber mit einer
um ſo angenehmeren weicheren Weiſe, die zwiſchen den Worten
aus dem Gaumen bisweilen üppig ſpielt und ergötzt.“ S. Tobler
a. a. O., p. 233 und 373.
277 Panem Gallus bestiae mirandae dat modestiae,
mox ut hunc voravit, in fugam festinavit uſw. Ratperts Lob—
geſang auf St. Gallus in der lateiniſchen Überſetzung Ekkehards
des Bierten bei Hattemer, Denkmale ꝛc. I, 342.
*7* Eigentümlich heißt Attilas Gemahlin „Ospirin“, was „gött-

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