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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/scheffel_werke3/0505
504 Zur Gestaltung des Textes.

M= Ekkehard usw. Neue, vom Verfaſſer durchgeſehene Ausgabe.
Stuttgart. Verlag der J. B. Metzler'ſchen Buchhandlung. 1871.
Das Verhältnis dieser Ausgaben ist verwickelt und nicht ohne
Schwierigkeit. Lzeigt den übereinstimmenden Lesarten von und
M gegenüber eine kleine Zahl von Anderungen, die nur einem be-
wuſten Eingreifen des Dichters zugeschrieben werden können. Weit
größer ist die Zahl von Anderungen, die das e der unbetonten Sil-
ben abweichend regeln oder Eigentümlichkeiten der Sprache, be-
sonders Altertümlichkeiten und Mundartliches zugunsten des Üb-
lichen in einer Weise beseitigen, die auch der Setzerei zuzutrauen
wäre. Da Lauch sicher falsche Lesarten aufweist, war die Verlockung
groß, in allen Fällen U zu folgen, wo nicht ein nachträgliches Ein-
greifen des Verfassers zweifellos ist. Ich habe ihr gleichwohl wider-
standen, da sie willkürlicher Entscheidung einen zu weiten Spiel-
raum. läßt, und habe das mechanischere Verfahren als das metho-
dischere vorgezogen, überall bei L zu bleiben, wo nicht besondere
Gründe seine Lesart als verwerflich erscheinen ließen. Daß hierbei
manche Lesarten des Setzers in den Text aufgenommen sein werden,
ist wahrscheinlich, aber nicht zu vermeiden. Denn weder scheint
es richtig, von den Anderungen des Verfassers Folgerichtigkeit zu
erwarten, noch können hier etwa Erwägungen rhythmisch-melo-
discher Art entscheidend sein; erfahrungsgemäß werden nachträg-
liche Anderungen in Prosawerken vom Verfasser selbst vielfach nur
mit dem Auge und ausschnittweise vorgenommen ohne Erwägung,
ob die Neuerung denn auch dem Rhythmus und der Melodie der
gesamten Periode anstehe.
Eigenartig ist die Stellung von M. Diese „vom Verfasser durch-
gesehene Ausgabe“ hat allerdings Anderungen durch Scheffel selbst
erfahren, die auch in Lübergegangen sind, zeigt aber auch mehr-
fache Fehler und Anderungen, die L meidet, und zwar auch deet,
wo das Ursprüngliche nicht durch Konjektur gefunden sein kann.
Es muß also bei Herstellung der späteren Auflagen wieder U oder
etwa einer der Jankeschen Abdrucke von U herangezogen sein.
Ich verzeichne im Folgenden alle Abweichungen von U, die
Abweichungen von M für die ersten hundert Seiten vollständig, für
das Folgende nur, wo sie aus irgendwelchem Grunde bemerkens-
wert erscheinen.
. 19,20 mitleidslos M] 20,23 lebhaft M z32 viel UM!]33 in einer
Ecke V, in der E. LD] 21, 16 Zeitraums ] 22,4 Rieſengetieres
UM] 24,9 eignes ! ꝛ10 genauer UM] zi viel α1] 28 Baſaltfelſen
UVM 2535,23 innern !] 26, 10° neuſten UM27,4 von Pulver UM
28,9 darin M] 16 und damit M] z25 ihren M] 28 Ehegemahl M] 38
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13 weniges Vr5 minnig UV, minniglich M, innig L] 21 Cage M 27
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