Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., E 6990,me-4
Scheffel, Joseph Victor von; Panzer, Friedrich [Hrsg.]
Scheffels Werke (4)
[1919]
Seite: 7
(PDF, 113 MB)
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O

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Einleitung des Herausgebers.

„Die Art, wie einer auf der Reiſe ſich gibt, lehrt am beſten
ihn kennen“, ſagt Scheffel in ſeinem Bericht über den „Tag
am Quell von Vaucluſe“. Wir dürfen das Wort mit beſtem
Fuge auf ihn ſelber wenden; darum konnten die „Reiſebilder“
in dieſer Ausgabe nicht fehlen.
Titel und Sammlung der vorgelegten Aufſätze rühren nicht
von Scheffel ſelbſt. Erſt ein FJahr nach ſeinem Tode erſchien
jener Band, der die zerſtreuten Reiſeberichte unter der genann—
ten Aufſchrift vereinigte. Der Titel ſollte, wie der Herausgeber,
Zohannes Proelß, ihn der Sammlung gegeben, ſichtlich zugleich
ein literargeſchichtliches Kennwort ſein, indem er an Heines
„Reiſebilder“ erinnerte, die in ihrer ganzen Art Scheffel zweifel⸗
los Vorbild geweſen ſind. Heines Anregungen hatte das Zunge
Deutſchland willig weitergetragen, wie denn begreiflich eine
Zeit, der mit dem Aufkommen von Dampfſchiff und Eiſenbahn

mit einem Schlage jeder Verkehr ſich unendlich erleichterte,

wohl eine Leidenſchaft des Reiſens ergreifen konnte, die viel—
fach literariſch ſich äußerte. Teilen Scheffels Reiſeſchilderungen
Witz und Satire mit Heine und ſeinen Nachfolgern (nur daß
ihm dabei gleichſam die Giftzähne ausgebrochen ſcheinen), ſo
ſchließt ſeine Darſtellung im übrigen ſich weit näher an jene
von wiſſenſchaftlichem Ernſte und ſtärkſter geſchichtlicher Teil—
nahme erfüllten Reiſeſtudien, mit denen unmittelbar vor Schef-
fels erſtem Auftreten im Fahre 1851 Zakob Philipp Fallmerayer,
Ludwig Steub, Wilhelm Heinrich Riehl und eben noch, mit
ſeinen Schilderungen aus Korſika, Ferdinand Gregorovius an
die Offentlichkeit getreten waren. Mit Steub und Riehl beſon-
ders, zu denen bald auch enge perſönliche Beziehungen ſich
ergaben, mußte Scheffel ſich nahe berühren; auf lieb evolle
Beobachtung bodenſtändiger Volksart, die Erarbeitung einer


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