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132 Reiſebilder.
ſteinen und Vorrichtungen verſchiedener Art ſetzten ſie
innerhalb vieler Tage die Belagerung fort und legten zu⸗—
gleich an drei oder vier oder noch mehr Orten ungeheure
Minen unter die Türme und Mauern des Schloſſes, wo⸗
durch dieſe Türme und Mauern, wie ſie glaubten, da und
dort zuſammenſtürzen ſollten.
„Am 24. Oktober, nachdem ein freies Geleite zwiſchen
dem Papſt und ſeinen Anhängern einerſeits und den Kar—
dinälen außerhalb und ihrem Feldobriſten Boucicaut an⸗
drerſeits verſprochen und zugeſagt war, kamen aus dem
Schloſſe zu einer Unterredung behufs eines Friedens—
ſchluſſes die papſtgetreuen Kardinäle von Pampeluna,
von Boyll und de sancto Adriano mit drei der gegneri-⸗
ſchen Kardinäle in der Stadt zuſammen; da ſie ſich aber
durchaus nicht zu einigen vermochten und die erſt bezeich—
neten Kardinäle zum Papſt, der ſie abgeſandt, zurück—
kehren wollten, wurden ſie durch genannten Boucicaut
gefangengenommen, alsbald nach ſeinem Schloß Borbon
abgeführt und dort gefänglich feſtgehalten.
„Samstag den 26. desſelben Monats ſchlichen der Ad—
miral (magister portuum) des Königs von Fraͤnkreich und
ein Ritter Richard, Boucicauts Waffengefährte, mit un—
gefähr ſechzig Gewaffneten durch einen großen Abzugs—
kanal heimlich in das Schloß ein und drangen bis in die
Küche vor, wo ſie, durch ein göttliches Wunder aufgehal⸗
ten, alle zuſammen ohne bedeutenden Verluſt der Schloß⸗
beſatzung gefangen wurden.
„Die Belagerung wurde durch Boucicaut und die vor
der Stadt noch lange fortgeſetzt, aber die im Schloſſe hiel⸗
ten männlich Widerpart, und wiewohl Feuer an die Mi—
nen gelegt ward, ſtürzte doch, unter ſichtlicher Gnade
Gottes, nichts von den Schloßmauern ein, und die im
Schloſſe hielten nach wie vor ihre Mauern bewacht und
abgeſchloſſen, und endlich wurde zwiſchen denen, die
draußen, und denen, die drinnen waren, übereingekom—
men, daß ein Stillſtand der Belagerung eintreten ſolle.
„Es iſt aber zu wiſſen, daß in währender Zeit der Be—
lagerung viele von denen, die im Schloß waren, geſtorben
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