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262 Epiſteln.
tet's auch wieder wie ein Blitz aus den Gewittertagen der
alten Salpeterer-Zeit.
Im Fahre 1815 haben ſich die Epigonen der Salpe—
terer wieder zuſammengetan um den alten Ägid Ried⸗
matter von Kuchelbach und in nächtlichen Verſammlungen
wieder an den alten Hoffnungen auf Gott und den Kaiſer
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gebrütet und der Staatsgewalt den Gehorſam gekündigt.
Und um ſie von ihren hartgeſottenen Anſichten abzubrin—
gen, ſind damals und ſpäter ſcharfe Verordnungen er—
gangen, Strafen angedroht und ausgeführt worden, und
unter anderem ſind auch die Pfarrämter angewieſen
worden, keiner Salpetererleiche ein chriſtliches Begräb-
nis zu geſtatten.
Dieſe Verordnung iſt ſ chuld, daß ich auch noch ein paar
Salpeterer vor mir habe. Da iſt im Fänner eine alte
Salpeterin geſtorben, die alte Malzacherin, und wie nach
Hauenſteiner Brauch die ganze Familienſippſchaft zum
Begräbnisſchmaus beiſammen war, und wie der Pfarrer
den Segen weigerte und das Glockengeläute bei der Be—
erdigung, da iſt der alte Zorn über die Mannen gekommen,
daß man ein chriſtlich Salpeterweib begrabe „wie einen
Hund“, und die Salpeterer Maidli haben die Burſche noch
angefeuert, daß ſie dem Unrecht ſteuern, und da ſind die
verwegenſten nach der Kirche gezogen und haben den
Glockenturm mit Gewalt aufgeſprengt und haben alle
Glocken geläutet, daß ſie hell und luſtig zuſammentönten,
bis die letzte Schaufel Erde auf den Sarg der alten Mal⸗
zacherin geworfen war — und dem Pfarrer und Sigriſt,
die Einſprache erhuben, haben ſie viel Schimpf geſagt,
und nach ordnungsmäßiger Beerdigung haben ſie noch
ein gar unchriſtlich Schnapsgelage gehalten. —
Es iſt ein ſchwer Stück Arbeit, dieſen trotzigen Ge—-
ſellen eine ordentliche Antwort abzuringen — und der
Stoff iſt ein Gutteil ernſter als das Begräbnis der alten
Damit ſchließlich auch noch e ein Stück Humor in den
vekſchiedenſten Arten polizeilicher Poeſie vertreten ſei,
kommt auch noch der preußiſche Hauptmann und Platz—
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