Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., E 6990,me-4
Scheffel, Joseph Victor von; Panzer, Friedrich [Hrsg.]
Scheffels Werke (4)
[1919]
Seite: 265
(PDF, 113 MB)
Bibliographische Information
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  (z. B.: IV, 145, xii)



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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/scheffel_werke4/0265
Säckinger Epiſteln. 6 und 7. 265

Der Zeit will ich genießen,
Dieweil ich Pfennig hab',
Und den es tut verdrießen,
Der fall' die Stiegen herab!!“ —

5 Und wenn auch dieſe Standrede lediglich den Prin—
zipien der Ordnung — in der Natur — und der legitimen
Erbfolge auf den Thron — in betreff der Jahreszeiten ꝛc.
gewidmet war, ſo weiß ich doch nicht, ob die ungebundene
Heiterkeit derſelben den Beifall ſämtlicher Zivil- und Mili-
io tärpolizeibehörden gefunden hätte, wenn ſie dabei ge—
weſen wären.
Ich tröſte mich aber damit, daß andere ſachkundige
Leute ſie anhörten, die lediglich davon erbaut waren, —
wenigſtens haben am Schluß die alten Schwarzwald-
15 tannen in ihren Wipfeln beifällig gerauſcht, und der Berg—
ſee unten murmelte, und hinten am Fels ſtand mein wer-
ter Freund, der Meyſenharts JFoggele, und lachte ganz
ſeelenvergnügt und drohte mit dem Finger: „Wart', du
vermaledeiter Doktor!!“

20 Siebente Säkkinger Epiſtel.
Säkkingen am Rhynſtrom, den 11. Mayen 1851.

Myn lieb und frumm Schweſterlin Maria!

Dermalen dir ein ſunderbarlicher Bruder durch un—
ſerer lieben Himmelskunigin Maria und dyner Eltern Für-
25 ſicht beſcheeret worden, mueßt du's auch hinnehmen, ſo
er dir ſunderbarlich Brieff und Zügs gen Carlesruhe
ſchrybt.
Und war es neulich eyn kuehler Mayentag, und war
allerhand Gruenes an Strauch und Studen hervor-
30 gebrochen, und es rauſchete der alte Rhyn vergnueglich
durch's wyte Land und ſprach zue ſich ſelbſten: „Sintemal
Fruehling heryngezogen ueber Gottes wyte Welt, iſt's
ein fein luſtig Geſchäft, die Wellen und Waſſerſtro emung

1 Schlußſtrophe des Liedes „Frühlingsblumen“ im „Wunderhorn“.


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