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300 Epiſteln.
Friedensrichterin verſpeiſt zu werden, wieder eynfangen
zu helfen, worauf er zum Dank eine conversationem mit
mir anhub, aus der ich erſah, daß er von Deutſchland nit
anderes wußte, als daß dort eyn berühmter Profeſſor des
juris ecclesiastici gelebet, deſſen Name 12 oder 15 Silben
habe und beiläufig auf Weichſel- oder Wanzelgrueber
endige — was er aber ebenſowenig ausſprechen konnt', als
mir jemals ein ſolcher Canonist zu Geſichte gekommen.
Wie ich nach Rom einfuhr, war grad' viel Aufregung,
und ſtanden Gruppen an den Straßen, eine proclamatio-
nem der hohen Polizey gegen die ladri malvolenti,
grassatori, infestatori delle strade' ꝛc. zu leſen, maßen in
dieſem FJFahrgang auch die Räuber auf verſchiedenen Heer—
ſtraßen des Kirchenſtaats mannhaft an der Reſtauration
des status quo arbeiten. Komm'’ aber endlich ins Café
Greco — frag' nach dem großen unbekannten Aviſo und
erhalt' folgendes Aktenſtück:
Karlsruhe, 20. Aug. 52. Nro. 13 077.
Die O. P. Direktion des Großh. Baden benachrich—
tigt Sie, daß ſich auf dem Poſtamt zu Heidelberg ein an
Sie adreſſierter Brief befindet, welcher wegen unter⸗
laſſener Frankatur nicht befördert werden konnte. Man
erſucht Sie, denſelben durch einen Ihrer Korreſpon—
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denten in Heidelberg frankieren zu laſſen ꝛc. Taxe
15 Kreuzer.
Nachdem ich dieſe Taxe, die inzwiſchen um mehrere
bajocchi angeſchwollen war, entrichtet und nach dem Brief
gefragt, erhalt' ich — neben beſagtem Aviſo, und gleich—
zeytig in Rom angekommen, den betreffenden enzy—
kliſchen Heidelberger Brief, aus deſſen doppeltem Poſt⸗—
ſtempel zu ſchließen, — daß neben dem geordneten Ge—
ſchäftsgang, der mir ſchließlich eynen Plenarbeſchluß Nro.
13077 zuzog, noch eyn mündliches Verfahren im Engeren,
oder beim L'hombre, etwa zwiſchen Herrn Poſtrat Eberlin
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und „eynem meiner Korreſpondenten“ ſtattgefunden, ſo 35
1 Die böſen Spitzbuben, Straßenräuber, Wegelagerer.
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