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332 Epiſteln.
Deutſchland gereiſt iſt, auf ſeiner Rückkehr im Februario
oder Märzen Heydelberg berühren ſollt', ſo will ich ihn
dem Engeren angelegentlich empfohlen haben.
Alſo ſchließ' ich mit eynem herzlichen „B'hüet Gott“
das 6. Kapitel und vorläufig dieſen Bericht; — und werd'
in der Neujahrsnacht, allwo ich mit andern guten Geſellen
in Olevano eynen deutſchen Trunk zu tun gedenke, der
lieben Stadt Heydelberg und ihrer Inwohner nit ver—
geſſen. Addio.
Roma, den 6. January 1853.
Anderweyter Bericht des Doctoris Scheffel, wie derſelbige unmb Weyh⸗-
nachtszeyt in das Sabiner Gebirg' gewandert, item mit eyn paar guten
Geſellen hoch oben in Olevano eyne Neujahrsfeier zelebrieret, item nach
diverſer Fahrt und Abenteuer die Stadt Tivoli beaugenſcheinigt hat.
Als das ſeltſamlich Fahr 1852 ſich zu ſeinem Untergang
neigete, geſchah es, daß zu Rom im „Facchino“ etzliche
deutſche Biedermänner beim Veſpertrunk ſaßen. Der
Wein, ſo der brave Antonio ihnen vorſetzte, war von eyner
neuen Qualität und hieß vino di Martha, aus der Region
vom monte Fiascone, und ſchmeckte lieblich als wie Si—
renenſang und erſte Lieb'; dazu verzehrten ſie eyne morta-
della, ſo ungefähr dem 'germaniſchen Schwartenmagen
gleichzuſtellen iſt.
Und wurden allerhand Klagen und motivierte Be—
ſchwerden über die Stadt Rom laut, als z. B. daß die
Beſichtigung der unendlich vielen antiquitates, Kirchen
und Bilder den Menſchen müd' mache als wie eyn Laſt—
tier, item, daß die Franzoſen eyn' ſehr ſtrenge Polizeiſtund
kommandiereten, maßen man ſchon zwey Stund' nach Ave
Maria unchriſtlicherweiſ in dieſer Adventszeyt aus den
Oſterien vertrieben werd', item daß auch das Aufſuchen
eynes guten Getränks vor den Toren mit viel Beſchwer⸗
lichkeyt verbunden ſey, maßen uns neulich bei der Heim⸗
kehr von Ponte molle die Porta del popolo vor der Naſen
zugeſchloſſen ward, und wann ich nit aus gelehrten studiis
über die römiſchen Stadtmauern und diverſe Belagerun⸗
gen aus der Gotenzeyt eyn Schleichweg an der Thybris
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