Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., E 6990,me-4
Scheffel, Joseph Victor von; Panzer, Friedrich [Hrsg.]
Scheffels Werke (4)
[1919]
Seite: 481
(PDF, 113 MB)
Bibliographische Information
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Epiſteln (S. 213 — 476).
Die „Episteln“ S. 213—385 und 461—468 sind wiedergegeben
nach Epiſteln von J. B. von Scheffel. Stuttgart, Verlag von Adolf
Bonz u. Comp., 1892. — S. 386—461 das Gedenkbuch über ſtatt-
gehabte Einlagerung auf Kaſtell Toblino im Tridentiniſchen. Juli
und Auguſt 1855 nach der Sonderveröffentlichung gleichen Titels,
2. Auflage, Stuttgart, Verlag von Adolf Bonz u. Comp., 1901. Ab-
weichungen: 290,24 Stellen! 300,12 Sgrassatori 305,16 Hogſchus
379,9 Dietlieb.] 419,31, 420,22 Candlperger! 436,7 Doscardot 438,22
habe ich Siegen statt Pferde gesetzt im Anschluß an den Druck im
„Frankfurter Museum“ (s. unten), ebenso 453,15 was statt etwas.
Von diesem „Gedenkbuch“ erschien eine für die öffentlichkeit
bearbeitete Fassung im „Frankfurter Museum“, herausg. von Otto
Müller und Theodor Creizenach, 2. Jahrgang, in den Nrn. 11—13
vom 15., 22. und 29. März 1856 unter dem Titel Aus den tridentini⸗-
ſchen Alpen. Von JZoſeph VBictor Scheffel in den 3 Teilen: I. Caſtel
Toblino. II. Molweno. III. Madruzz. Sie liegt dem Abdruck in
den „Reisebildern“, S. 153—206, zugrunde und ist dort leicht zu-
gänglich. Ich verzeichne darum die Lesarten nur für den ersten,
am stärksten abweichenden Teil:
Teil I. Caſtel Toblino entspricht 8. 404,30— 411,13, zeigt aber
folgende Abweichungen:
404,32 Fuhrweſen das Städtlein Riva am Gardaſee verließen und
auf 405,3 Der Nachmittag 407,7 Terrain, nur durch ſchmale Land-
zunge m. d. Str. v., ein! og vielſtockwerkigen! 22 nicht allzu hoher
fehlt 26 hier Obdach und Villeggiatur 28 wird Herr] 34 unſaube-
ren Koſtümen 406,2 nach beiden folgt: Sie waren nämlich lediglich
auf Geradwohl, hasard de la Jortune, in dieſe Bergreviere ein—
gefahren. Die Stadt des heiligen Markus, wo ſie zuvor gehauſt, hatte
ihnen mit ſchnöder Sommerhitze und tiefbeleidigendem Lagunenduft,
mit ſchlafloſen Nächten und ringsum herrſchender Cholera viel Schädi⸗
gung an Leib und Seele zugefügt, und es war die höchſte Zeit, den
ſchnackenſtichbeſäeten Leichnam dem tückiſchen Lagunenneſt zu ent-
rücken. Von jenem Kaſtell im Sarcathal aber wußten ſie nichts Nähe-
res, als eben daß es dort ſtand. Und daß ſie nichts Näheres wußten,
war, wie der eine ſehr ernſthaft bemerkt hatte, juſt ein Grund mehr,
ſchleunigſt hinzugehen. 3 Jetzt ſchritten ſie den]! 4 dem inneren Por⸗
tal. Verblichene x1 Inſchrift, von dem ehemaligen „Cameralverwal⸗-
ter (actor praediorum ZTublinatium) Druinus in Kaiſer Hadrians Zeit
den Schickſalsgöttern Gatis fatabees) geweiht, an der andern Wand
Reſte 12 heraldiſchen] 17 Und die bis ſprachen fehlt. zr ſich! ſprachen
die Beiden zuſarmmen, denn Alles war ſchön in der Form und „wohl⸗
angeraucht“, und mit einem leiſen Anflug von Verfall behaftet, kurz
ein Gebäu, als ob es lediglich mit Beziehung auf deutſche Fünger und
Verehrer der edlen Künſte in den grünen See hineingeſtellt ſei. 22
Loggie 23 Volk, neugierig ſchmucke Frauengeſichter tauchten auf und

Scheffel. IV. 31


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