Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., Frei 86: M/SCHNEI
Schneider, Wilhelm
Die Sonenscheiben mit den geknickt erhobenen Armen an der Tübinger Jakobuskirche
Tübingen, 2000
Seite: 35
(PDF, 15 MB)
Bibliographische Information
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Varia

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becken von Knowth findet sich auf der Urne von Quenstedt . Dazu
:

Erich Jung S. 364 : Die Urne von Quenstedt zeigt auf der
einen Seite eine Gestalt mit geknickt erhobenen Armen, deren
Hände stark betont sind . Auf der anderen Seite befindet
sich eine Darstellung , die in merkwürdiger Weise dem Tübinger
Flachbild entspricht : In der Mitte eine runde Aushöhlung
, um sie konzentrisch zwei Strahlenkränze und ein
Ring , links und rechts geknickt erhobene Arme , die freilich
nur durch einen Strich angedeutet sind , am Ende der Arme
Aushöhlungen mit Strichen nach oben. Es sind zwar mehr
Striche, als der Fingerzahl entspricht, aber sie sitzen nur
am oberen Drittel des ausgehöhlten Kreises, bilden also
nicht einen Strahlenkranz ringsum und sind wohl als Andeutungen
von Fingern gemeint . Datiert wird die Urne auf die
Zeit um 800 v. Chr.

Auf dem keltischen Kessel von Gundestrup sind mehrere Götter
mit geknickt erhobenen Armen dargestellt . Soweit sie nicht ein
Fabelwesen in die Höhe halten , zeigen sie eine Art Faust : Die
nach unten gestreckten Finger sind in ihrer ganzen Länge zu
sehen . Bei einem der Götter befindet sich an beiden Seiten des
Kopfes je eine kleine Nebenfigur mit erhobenen Armen . Dazu

Erich Jung S. 363 : Auf dem Silberkessel von Gundestrup
zeigen mehrere Gestalten diese Armhaltung .

Ebenda S. 264 : Güntert hält es für erwiesen , dass man dabei
nicht an die Stellung eines Beters , eines Adoranten,


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