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verkovffen, alſe er ze rehte ſol, vnd ſol daſ dem ſcholdener
konden alſe reth iſt, vnd eſ har iſt kommen ane alle geverde.
Tete aber deſ der kleger nüt, vnd lieſſe die klage beliben jar
vnd tag, daſ er ſi nith vollefürte, ſo ſol im deſ geritheſ brief
nach dem jare enkein gvot fürbaſ vmbe die ſelbe klage ſin.
Vnd were ovch daſ, daſ dekein borger in ſiner borchſchaft geſeſ⸗
ſen were, vordert daſ der kleger, ſo ſol der ſcholtheiſſe vnd
zwene vier vnd zwenzeg, die denne bi im an gerithe ſint, mit
dem kleger dar gan, vnd ſol im rihten von ſinem gvoote, ob eſ
da iſt. Vindet aber der kleger nüt deſ ſcholdenerſ gvotes in
ſiner borchſchaft, da er inne geſeſſen iſt, ſo ſol im der ſcholt⸗
heiſſe die borchſchaft frönen, vnd ſol dü in gefrönde ſehſ woken
ſtan, alſe ovch da vor geſchriben ſtat. Vnd ſwem die borger
deſ geritheſ ingeſigel enphelhent, derſelbe ſol ovch die briefe
an dem gerithe geben, vnd ſol man dem von iegelichem be—⸗
ſigelten briefe vier phenninge briſkere geben, vnd ſol der ſcha⸗
de vffen den ſchvldener vallen. Vnd her über ze einem offenen
vrkünde der vor geſchribenen dinge daſ dü ſtete beliben ane
alle geverde, ſo han ich Grave Egen herre ze Vri—
borch in Briſgöwe, ond wir die burger gemeinlich von
Vriborch in Briſgöwe, vnſerü ingeſigele an diſen brief
gehenket. Diſ geſchach vnd wart dirre brief gegeben ze Vri—
borch in Briſgöwe, in dem jare do man zalte von Gotteſ
gebürte, drüzehen hondert jar vnd drü jar, an ſante Jacobeſ
abent des zwelfbotten. G
IXX.
Schulden des Grafen Egon.
(Jänner 1304.)
Wir Friderich von Gotz genaden der Biſchof
von Strazburg grüßent vch di erbern den..ſchultheizen,
den rat, vnd di gemeinde der burger von Friburg vnſir
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