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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/schreiber1846a/0021
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Die reichen Braunsteingänge der Gegend von Villin-
gen, um Bräunlingen werden nicht in der Ausdehnung betrie-
ben, um alle Nachfrage nach diesem für die Fabrikation der
Chlorpräparate so unentbehrlichen Erze befriedigen zu kön-
nen. Aus den einzelnen Gruben werden etwa jährlich 1000
Centner Braunstein zu Tage gefördert.
Auf Blei allein wird im Schwarzwalde kein Bergbau ge-
trieben. Die reinen Bleigänge sind nicht von solcher Mächtig-
keit, dass diess mit Vortheil geschehen könnte, indem die
niedrigen Preise des spanischen Bleies jede Concurrenz aus-
schliessen. Das meiste Blei im Schwarzwalde wird durch
Abscheidung aus silberhaltigen Bleierzen gewonnen, und durch
die Art und Weise, wie diess geschieht, erhält man Bleiglätte
und Blicksilber, und da die erstere für sich verkäuflich ist,
so wird nur äusserst wenig metallisches Blei dargestellt.
Eisen ist über den ganzen Schwarzwald in grosser Menge
verbreitet, und als besonders reich an ergiebigen Erzlagern
muss das Revier von Kandern angeführt werden, das etwa
30 Gruben zählt. Das Eisen erscheint hier als Bohnerz und
Brauneisenstein. In einigen Gegenden, z. B. im Nellenburgi-
schen an der Donau, bei Pforzheim, liegen die Bohnerze ganz
oberflächlich auf den Feldern, oft nur einige Fuss von der
Dammerde bedeckt, oder sie sind in becken- und muldenför-
migen Vertiefungen des weissen Jurakalkes zusammenge-
schwemmt. In manchen verlassenen Gruben erscheint das
Eisenerz in mancherlei andern Gestalten, z. B. als Glaskopf,
Rotheisenstein etc. Das gewonnene Eisen wird in zahlreichen
Eisenwerken, die über den ganzen Schwarzwald, von Alb-
brugg bis Pforzheim, zerstreut sind, verarbheitet.
Wismuth kommt in den Gruben Friedrich Christian im
Wildèschappach und im St. Wenzel bei Altwolfach vor.
Auf Spiessglanz wird hei Sulzburg und an der Sirnitz gebaut.
Die Bevölkerung des ganzen Schwarzwaldes beträgt
etwa 300,000 Menschen, die weniger in grösseren Orten, als
in einzelnen Wohnungen zerstreut leben. Städte und grössere


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