Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/schreiber1846a/0421
419

Höhe von fünfundzwanzig uund einem halben Fuss. Den Na-
men des Isteiner Klotzes führt eine ungeheure Felsenmasse.
die mit ihrem mächtigen Fusse im Bette des Rheinstromes
ruht, dessen brandende Wogen sich unaufhörlich an diesen
Steinwänden brechen. Der Anblick dieser Felsenparthie in
der reizenden Umgebung hat etwas ungemein Grossartiges
und Wildes, besonders aber die furchthar schöne Erücke,
welche an der steilen Felswand die Fortsetzung des Weges
bildet, für welchen kein anderer Raum an der jähen UÜfer-
klippe mehr vorhanden war, und die romamtisch gelegene
Wallſahrtskirche zum heiligen Veitl, die hoch oben auf der
mächtigen Felsenkuppe thront, wo sich eine wundervolle Aus-
sicht entfaltet. Um diese Felswand liess Eugen von Savoyen
eine vier Fuss breite Brücke schlagen, welche achtzig Fuss
üher dem Rheine schwebte, und auf welcher in einer Nacht
sechstausend Reiter übersetzten. Das Dorſ Istein hat ein
schönes Schloss mit herrlicher Anssicht, und gehört dem
Freiherrn von Freistedt, welcher hier Grundherr ist. In der
Gegend von Istein wächst ein ausgezeichneter Wein, beson-
ders rother. Der zweite Tunnel bei der Isteiner Kirche hat
eine geringere Ausdehnung, während der dritte bei dem so-
genannten Efringer Felsen sich mehr als tausend Fuss weit
durch die Felsmassen erstreckt. Was aber die Tunnel auf
dieser Bahnstrecke vor allen ähnlichen, unterirdischen Bahn-
bauten auszeichnet, ist diess, dass sie nicht ſinster und
dunkel sind, und durch Laternen oder andere Belcuchtungs-
mittel erhellt werden müssen, sondern dass sie dem heiteren
Tageslicht zugänglich sind, indem sie so nahe am äusseren
Rande der Felsenwände hingetrieben werden konnten, dass
es möglich war, Bogenöffnungen gegen die Seite des Rheines
hindurchzubrechen und so das Tageslicht zu gewinnen. Die
Ausblicke aber, die man aus den unterirdischen Gallerien
durch diese grossen, fensterartigen Oeffnungen auf den na-
hen, unten in beträchtlicher Tiefe dahinrauschenden Rhein-
strom und das blühende Elsass bis hin zu den blauen Vo-


Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/schreiber1846a/0421