Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., H 4557,bm-1
Schreiber, Heinrich [Hrsg.]
Urkundenbuch der Stadt Freiburg im Breisgau (Der deutsche Bauernkrieg : 1524)
1863
Seite: 96
(PDF, 49 MB)
Bibliographische Information
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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/schreiber1863a/0127
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Bauern im Hegau Practica und Kirchtag warten, und nach Geſtalt
dieſes ſich halten, und gegen ihnen handlen. (Wir thun Euch auch
zu wiſſen), daß wir uns anheint erheben und den nächſten zum plen⸗
diſten gen Inſprugg reiten, und die Herren Geſtalt aller Sachen,
und wie beſchwerlichen die Läuf allenthalben hieumb ſtehen, berichten,
und alle Bereitſchafft und Notdurft, ſo ſolchs die Ehaft erfordern
wirdet, heraus zu ordnen und gute Fürſehung zu thun verhelfen wol⸗
len. Wir haben aber dieweil, damit in unſerm Abweſen nit Mangel
erſchein, alle Sachen Herrn Hans Jacob von Landau, Herrn
Wolf von Honburg, Herrn Hans Walther von Lauben⸗
berg und Herrn Wernhern von Ehingen zu handlen und uns
bei Zeit in Schrift auf der Poſt zu berichten bevolhen, wie Ihr dann
ſolchs von gemeltem Euerm Geſandten, Herrn Wernhern, unge⸗
zwifelt auch bericht werdet. Darumb ſo will die Notturft erfordern,
daß Ihr Eure 300 Knecht und 60 Pferd, unz zu Vollendung ſolcher
Sachen heroben gebrauchen laßt, deßgleichen wie mit unſern beſtellten
60 Pferden und der Anzal Volk auch zu thun verordnet und den Ab⸗
ſchid alſo hinter uns verlaſſen. Das haben wir Euch auf Euer Schrei⸗
ben, und damit Ihr ſolchs Alles ein Wiſſen habt, nit verhalten.
Datum Engen den 29. Tag Septbr. 1524.
An das Regiment zu Stuttgarten.

— ₰ —
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LXII. Derſelbe an die Stadt Schafhauſen.

(29. Septe mber 1524.)

Wer haben Euer Schreiben, uns von wegen der Ochſen, ſo Graf
Sigmunds von Lupfen Diener ab dem Schloß Stülingen einem
Bauren genommen, und in bemelt Schloß gefürt haben ſollen gethan,
und darin die Beſchwer, ſo Ihr ob ſolchem und nit unbillichen gehebt,
und vermeint, des Freitags ſolt billichen erwartet ſeyn, angezeigt
habt, nach Längs eigentlichen vernommen. Nu wollen wir Euch in
Beſtem nit verhalten, dann wir ſolchs eh uns obgemelt Euer Schreiben
zukommen, wie es gehandelt worden iſt, bericht worden ſein. Deß⸗
halben wir ernſtlichen mit Graf Sigmund, warumb ſolchs beſchehen
ſeye, geredt, der uns lauter darauf zu verſtehen geben hat, daß das
aus keinem ſeinem Bevelh noch Geheiß, ſondern ſey aus Mutwillen


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