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CC. Herzog Ulrich von Wuͤrtemberg an Schaf⸗
hauſen.
(29. April 1525.)
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Ulrich von Gottes Gnaden Hertzog zu Wirttemberg und zu
Teckh, Grave zu Mümppelgarth Et.
Unſern fründlichen Gruß zuvor. Fürſichtigen, ehrſamen, wyſen, be⸗
ſonder lieben und guten Fründ. Nachdem euch unverporgen wiſſend
die gewaltſame, unrechtlich Handlung uns begegnet, und unſer über⸗
flüßig Erpieten. Derhalben uns Gott und die Natur, alle mögliche
Hilff zu Erholung des unſern anzunemen und zu ſuchen zugibt, wie
wir uns dann in unſerm Ußſchryben an gemein Reichsſtänd zu Nürn⸗
berg geſchehen, offenlich proteſtiert und bezeugt; haben wir uß ſolli⸗
chen und vil bewegenden Urſachen und Handlungen, ſo an uns ge⸗
langt, uns mit der Verſammlung der Paurſchaft, ſo jetzt im Hegow
und Schwartzwald byeinander ſind, uff ihr Bewilligung und Zu⸗
ſagen, das ſie uns zu Recht, auch unferm Land und Lüten mit allem
ihrem Vermögen Lybs und Guts verhelffen wöllen, in Verſtandt be⸗
geben; doch dermaßen, daß ſie ſich ihrem Erbieten nach, dem gött⸗
lichen Rechten, und nach Ußwyſung deſſelben halten, und aller Ehr⸗
barkeit und Billichkeit wiſen wöllen laſſen. Nun ſind wir aber be⸗
richt, daß jetz uff die Handlung, ſo die Pündiſchen*) gegen berür⸗
ter Verſammlung und Paurſchaft vorhaben ſollen, die bemeldte Ver⸗
ſammlung ihre Geſanten zu euch abgefertiget, und Rats und By⸗
ſtands begeren ſöllen. Iſt demnach an euch dem ſondern Vertruwen
nach, ſo wir zu Euch haben, unſer güttlich Beger, ſofern Ihr Euch
mit Rat oder aber Underhandlung dieſer Sachen beladen würdend,
Ihr wöllend uns zu gut dieſelben dermaßen fürnemen, darmit obge⸗
melter der Paurſchaft gethonem Zuſagen und Bewilligung gemaß ge⸗
handlet werde, wie wir uns dann des und alles Guten zu Euch
verſehen, und widerumb mit Fründtſchaft zu bedencken unvergeſſen hal⸗
ten wöllen. Datum Twiel uff Sambſtag nach Quasimodogeniti
Anno 25.
Egon unterm 23. S ieber Peſe g ug a aus Se e⸗ eigen⸗
„D habe d is Vorgeben,
er Herzog haͤbe aufrenn Hen en ni i e Kunn ihm zu Hilf l
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