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und Brüder in Chriſto unſerm Herrn. Wir laſſen üch uß ſunderm
Vertruwen wiſſen. Demnach und ihr als die thrüwen uß gutter
Mainung mit ſampt andern Stetten unſer ſchwer Anligen thrülich be⸗
drachdett und darin gehantlett zu Offenburg, und uns ungezwifflet noch
in guttem Wiſſen, wie unſer Bottſchaft alda geweſen, ouch mit üwern
Wiſſen abgeförgett wieder zu unſſerm Huffen ꝛc. Daruff uns fyllfelttig
Botſchaft, Warnung und anders vürbracht wirtt, wie daß wir unß
vürſehen ſöllen, dann ſich der bündiſſch Huff, derglichen Herr Jerg
von Fronſperg, mit ſampt der Statt Ueberlingen, hefftig und
mechtig ſtärchen und ſich underſtandt mit uns zu ſchlahen, ouch mit
ihr Gewaltſamy ze zwingen, das uns doch unlidlich ſin wird. Und
land ouch üch darby wiſſen uß früntlicher Maynung, des zu wartten.
Gott geb uns Glügk und Sig, haben wir üch uß früntlicher und
brüderlicher Liebe nyt vorbehaltten wellen. Daruff ouch unſſer Bitt
und Beger iſt, ob ihr ettwa Kuntſchafft erführen von dem Adel
oder den Bündſchen ainer ſollichen Verſammlung oder ains Über⸗
falls, wie das wer, und daß ihr üch des kains Coſten beduren laſſen,
ſunder uns allzitt mitt thrüwer Warnung thun, wie günſtig Herren
und Brüder. Wollen wir uns mit Thrüwen gegen üch alzit woll
vorſehen und in derglichem und noch gröſſerm gegen erſamen Ratt und
der Statt Fryburg beſchulden als Brüder. Datto zu Zell uff Sunnen⸗
tag nach unſers Herrn Fronlichnamstag Anno im 25. Jar.
Hoptlüt und Rätt des Schwarzwäldſchen Huffen
iez zu Zell verſamlet.
Snνπnnrnα
CCCXXXXI. Baſel an die vorderoͤſtreichiſche
Regierung.
(ig. Juni 1525.)
War ſind gantz ungezwifelt es hab Euer Gnad und Gunſt, noch in
friſcher Gedachtniß, daß wir zuſampt unſeren lieben Eidgenoſſen von
Zürich und Solothurn verruckter Tagen, als ſich Fr. Dlcht. unſers
gnedigiſten Herrn, Purſame diſer Landsart, wider euch und andere
embört, und zu Uffrur komen, dieſelbige zeſtillen, unſer treffenlich
Betſchafft verordnet. Die nun erſtlich für die Purſame kert, und als
ſie daſelbſt, ſo vil Willens fund, daß ſi ich die Purſame ihres An⸗
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