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von Embryonalanlagen durch Implantation artfremder Organisatoren. 611
Hälften liegt eine Chorda; nach außen von diesen je eine Reihe von
Urwirbeln, zwischen ihnen eine dritte, beiden Embryonalanlagen gemeinsame
Reihe von nicht ganz doppelter Größe. Auch der Darm
weist in dieser Gegend ein doppeltes Lumen auf.
Von einem solchen mittleren Schnitt aus verfolgen wir nun die einzelnen
Organe nach vorn und nach hinten.
Die linke Hälfte des Medullarrohres (auf den Schnitten rechts),
schon in diesem mittleren Bereiche etwas kräftiger ausgebildet als die
pr. Med.
sec. Med
Oc.
Abb. 12. Um 131b. Schnitt durch den Kopf (vgl. Abb. 11). Primäres und sekundäres Medullarrohl
verschmolzen, Lumina zusammenhängend. Oc = Augenblasen des primären Medullarrohrs. 100 X-
rechte, wird nach vorn zu verhältnismäßig immer mächtiger und geht
schließlich in eine normale Hirnanlage mit primären Augenblasen über
(Abb. 12). So wird die rechte Hälfte zu einem immer unbedeutenderen
Anhang herabgedrückt und hört schließlich auf, ohne Augenblasen zu
bilden. Das Lumen beider Medullarrohre bleibt gemeinsam; wo es
auf den Schnitten (wie in Abb. 13) getrennt scheint, liegt das nur an
der Krümmung der Rohre und dadurch bedingten Flachschnitten durch
ihre Wandung. Nach hinten zu trennen sich die beiden Rohre voneinander
, zunächst ihre Lumina (Abb. 15) und dann, soweit sich er-
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