http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/spemann1924/0030
620 H. Spemann und Hilde Mangold: Uber Induktion
zwei Hörgrübchen angelagert. Das rechte ist nach vorn verschoben und
liegt in der Höhe des Vorderendes (vgl. das Oberflächenbild Abb. 21),
das linke ein wenig dahinter (Abb. 22). Sie hängen noch mit der Epidermis
zusammen, die Abgliederung des Ductus endolymphaticus
scheint angedeutet. — Die Chorda reicht weniger weit nach vorn als
normal; in der Höhe des hinteren Hörbläschens ist sie noch nicht getroffen
(Abb. 22), sie beginnt erst etwa 90 (i hinter diesem Schnitt.
Sonst ist sie gut ausgebildet und ringsum scharf begrenzt bis auf ihren
hintersten Teil in der Schwanzknospe. — Urwirbel sind beiderseits
Abb 23. Um 132b. Querschnitt im vorderen Keimdrittel (vgl. Abb. 21). Auf Abbildung links
die primären, rechts die sekundären Achsenorgane. Implantat (hell) als Chorda und linker
sekundärer Urwirbel differenziert. 100 X-
abgegliedert, auf der rechten, dem Hauptembryo zugewandten Seite
mehr (4—6) als auf der linken (2—3); rechts reichen sie auch weiter
nach vorn (Abb. 24). — Jederseits ist ein Vornierengang ausgebildet,
auch von ihnen der linke länger (etwa 300 /t) als der rechte (etwa 500 /<)•
Nach hinten zu sind sie noch nicht vom Mesoderm abgegliedert, ebenso
sind vorn keine oder noch keine Kanälchen und Trichter gebildet.
Die beiden einander zugewandten Gänge, der linke des primären und
der rechte des sekundären Embryo, stehen miteinander in Verbindung,
kurz hinter dem zweiten Vornierenkanälchen.
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