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§. 36. Reichsſchenken von Limpurg. 603
Röttingen (dieſe Beſitzungen mußten zwar i. J. 1235. 1237 ſämmt⸗
lich an Hohenlohe abgetreten werden, doch erhielt Schenk Walther II.
i. J. 1253 die Zuſage der Wiedereinſetzung), Veſte Bilrieth bei
Hall,¹ Kirchenſatz in Bitzfeld (OA. Weinsberg) bis zum Jahr
1255, Lehnsherrlichkeit über einen Hof in Braunsbach (OA. Kün—
zelsau) bis z. J. 1263, Güter und Kirchenſatz in Flein (OA.
Heilbronn), ²2 Hof Reichenbach (vermuthlich OA. Gaildorf) bis z.
J. 1265. In Hall, mit welcher Stadt die Schenken in häufiger
Fehde lagen, beſaßen ſie bedeutende Rechte, welche ihnen von
den Hohenſtaufen, namentlich von K. Konrad IV. verſchrieben,
beim Sinken dieſes Hauſes aber ſtreitig gemacht wurden (Reg.
1251. 1255. 1260); durch die Gunſt deſſelben Königs erhielten
ſie in der Mitte des 13. Jahrhunderts den Wildbann im Virn⸗—
gund (1251 vergl. S. 236), die Vogtei über Kl. Komburg (Reg.
1256 Jun. 22, vergl. mit 1265 Merz 11 und §. 40); ſelbſt im
Beſitze der Stammburg Hohenſtaufen wurden ſie, freilich nur
kurze Zeit, Rechtsnachfolger des Königshauſes. 3
Regeſten.
1230. April 9. Gelnhauſen. Waltherus pincerna de Limpurg, 3.
i. d. U. K. Heinrichs (VII.) für Kl. Bronnbach. Gudenus Sylloge 593.
1232. Merz 19. Augsburg. Waltberus pincerna de Lintpurc un⸗
ter den ministeriales imperii Z. bei einer Lehensaufſendung Konrads
von Hohenfels. Ried Cod. dipl. ep. Ratisb. 1, 366.
1232. April 27. Cividale. W. de Limpurc, Z. i. d., S. 557 an⸗
geführten U. K. Heinrichs (VII.) für Erzbiſchof Sigfried von Mainz.
1232. April. Cividale. W. de Limpurg, Z. i. e. U. K. Friede⸗
richs II. für Kl. Bebenhauſen. Wirt. Urk. Buch.
1233. o. T. u. O. Waltherus pyncerna de Limpurg, Z. i. d. U. K.
Heinrichs (VII.) für Kl. Komburg. Mager Advoc. armata. cap. 2. S.
46 ed. 2˙.
1234. Mai 10. Wimpfen. W. pincerna de Limpurc, 3Z. bei e.
1¹ Geht wenigſtens im J. 1287 von limpurgiſchem Beſitze in den des Küchen⸗
meiſters Liutpold von Nordenberg über.
2 Reg. 1261; vergl. übrigens hiezu S. 234. Anm. 3.
5 1274 Waltherus imperialis aulae pincerna de Limpurg de consensu
fralrum, filii sui et aliorum haeredum suorum turrem suam in Stauffen et
aream, quod vulgo dicitur Burgsez cum jure patronatus ecclesie in Gingen
VIrico) genero suo de Rechberg et Johanni fratri et ceteris fratribus pro
CCCCL libr. Hall. obligat. Z. Hilt. de Rechberg archidiaconus August. et
Conradus frater suus. Preſcher Geſch. von Limpurg 2, 389.
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