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704 VII. — Innerer Zuſtand.
Cleß Verſuch 2, 12) und Plochingen (Urk. von 1265 Merz 26. CGerbert
Hist. nigr. silv. 3, 178). OA. Stuttgart. Weinberge bei Stuttgart.
Im Schwarzwaldkreis: OA. Tübingen. Bei Schwaäͤrzloch, Wald⸗
hauſen.
Vögte: die Grafen und Pfalzgrafen von Tübingen; Graf Hugo
von Tübingen († 1182) als Vogt genannt in einer Bulle P. Hadrians
IV. von 1159. Im J. 1267 bekennt Pfalzgraf Rudolf von Tübingen
(† 1277), der letzte Blaubeurer Schutzvogt aus dem Hauſe Tübingen, von
ſeiner Vogtei Mißbrauch gemacht zu haben und will zwar Beſchirmer des
Kloſters bleiben, erläßt demſelben hingegen alle Forderungen, die er bis⸗
her als Kaſtvogt gehabt habe. Untervögte zu Zeiten: Die tübingiſchen
Amtleute von Ruck. ¹
Aebte: 2 Atzelin 1085, im J. 1095 bei der Wahl Abt Ulrichs von
Zwifalten thätig (Ortlieb bei Hess. 189), † 1101 Dec. 17. (Necr. Zwif.
252). Otto I. (Tubingius a. a. O. 301) † 1116. Rüdiger (eb. 313)
†+ 1122. Wolpoto I. (eb. 313). Otto II. Wernher † 1159. Eber⸗
hard I. † 1178 (eb. 325). Friederich † 1203 (eb. 328) Dec. 20. (Necr.
Zwif. 252). Heinrich reſignirt 1212 (Tubingius 329). Wolpoto II.
† 1219 (eb. 330) Jun. 8. (Necr. Zwif. 243.) Rudolf abgeſetzt 1231.
Albert † 1245. Manfred reſignirt 1247. Konrad † 1249. Her⸗
mann (Urk. deſſelben von 1260 für Kl. Urſpring bei Neugart, Cod.
dipl. Alem. 2, 240) † 1263. Eberhard II. (Urk. deſſelben von 1265.
Merz 26. bei Gerbert Hist. nigr. silv. 3, 178 und W. U. B.; derſelbe
auch in zwei Urkunden Pfalzgraf Rudolfs von Tübingen vom J. 1267.
Wirt. Urk. Buch), reſignirt 1269.
Benedictiner Manns⸗ (anfänglich zugleich Nonnen-) Kloſter Z w if alten, ⁵
Conſtanzer Sprengels.
Quellen, aus denen alles Folgende entnommen iſt: die Zwifalter Jahrbücher,
die Zwifalter Kloſterchroniken Ortliebs und Bertholds, der Zwifalter Nekrolog (über
dieſe Quellen ſ. S. 15. 16. 22), Urkunden im Wirt. Urk. Buch. Hilfsmittel:
Sulger, Arsen., Annal. imp. mri. Zwiſaltensis pars 1. 2. August. Vindel.
1698. 4.
¹ Um 41160. Beſtätigung Abt Eberhards von Blaubeuren, daß er dem Kl.
Salem gegeben dimidium mansum in Hohinbuch per manum advocati mei
domini Gebizonis de Rugge legitima donatione. Salemer Schenkungsbuch
in Karlsruhe 1, 87.
2 Nach der Mittheilung, welche Chriſtian Tubingius an Bruſchius machte,
wonach auch bei Crusius Ann. pars 2 S. 288. In ſeinem Werke über Blau⸗
beuren a. a. O. 297 macht übrigens Tubingius auf die Unſicherheit des Todes⸗
jahres bei Atzelin und auf die Ungenauigkeit der Angaben über ſeine nächſten
Nachfolger aufmerkſam. In Urkunden erſcheinen nur Atzelin im J. 1099, Wernher
im J. 1159, Eberhard IJ., Hermann und Eberhard II.
3 Zwifalten, früher Zwifaltach, ad duplices aquas. Ortlieb ſagt S. 171:
nomen a duplici fluvio (den zwei Flüßchen Aach, welche hier zuſammenlaufen)
suscepit, quia duplex fluvius Zwifaltaha vocatur.
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