Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., H 7343-4
Thommen, Rudolf [Hrsg.]
Urkunden zur Schweizer Geschichte aus österreichischen Archiven (Vierter Band): 1440 - 1479
Basel, 1932
Seite: 7
(PDF, 92 MB)
Bibliographische Information
Startseite des Bandes
Zugehörige Bände
Varia

  (z. B.: IV, 145, xii)



Lizenz: Public Domain Mark 1.0
Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/thommen1932/0021
7

selben summ guldin allen samenthafftig und mit enander söllendt wir oder unser
erben, ob wir nit wärendt, dem obgenanten Othmar Litscher und sinen erben, ob
er nit wer, geben wären und beczalen inwendig in ainem monot, nachdem und
wir denn von im oder sinen erben durch sich selber, durch ir botten in geschrifft

s muntlich oder under ougen ermant oder ervorderet werdent, und inen die gen
Veitkirch in die statt zu iro handen und sichernn schierm und gewalt antwurten
an alles vercziehen und widerred. Oder aber wir söllendt die genanten zway-
hundert guldin gegen der obgenanten unser gnädigen herschafft von Osterrich
abtragen und den obgenanten Litscher und sin erben däselbs umb die genannten

10 summ guldin entrichen ledigan losen und unclagbar machen, weders sy denn
wellendt, alles für krieg, für aucht, für bann und für allermengklichs, aller gaist-
licher und weltlicher lüten und gerichten hefften verbieten und entweren und
genczlich äne iren schaden ungevarlich. War aber das wir und unser erben
das nit tättendt und in und sin erben umb dieselben summ die zwayhundert

15 guldin yndrent ainem monat, so wir denn von inen gemandt werdent, oder das
wir die nicht gegen der obgenanten ünser gnädigen herschafft von Österrich
etc. abtrügendt und sy entledigotint und unclagbar machtindt än iren
schaden, wie denn er oder sin erben und wär in des helffen wil oder ir
gewissen botten von iro wegen nach dem tag, als sich ain monat ergangen hett,

20 des denn hinfür ze schaden kemenn, es wär umb die obgenanten summ gancz
oder ain tail, an cristan, an iuden, an wechsselnn, an koffen oder an anderem
gewonlichem schaden, es wär von gerichten, von briefen, von zerrung, von nach-
raisen, von bottenlons wegen oder wie der schad genannt wär, nichts uss-
genomen, denselben schaden allen mitsambt dem obgenanten hobtgüt süllendt

25 wir und ünser erben im, sinen erben ald gewissen botten von iro wegen genczlich
und gar än allen intrag und widerred widerkeren abtun und beczalen äne iren
schaden. Und mügent er, sin erbenn oder ir gewissen botten von iro wegen oder
wär in des helffen wil, üns, ünser erben, all ünser hab lüt und ouch gut dar-
umb angriffen nötten pfenden hefften verbietten bekümbernn und umbtriben

so an allen ünsernn lüten und gütternn, ligenden und varenden, besuchten und unbe-
süchten, in Stetten, in dörffernn, uff frygen märgkten, in gerichten mit ge-
richt oder äne gericht, gaistlichen oder weltlichen, und wa sy des allerbest be-
komen mügendt und in füget, als lang, als vil und als genüg, biss das si der
obgenanten zwayer hundert guldin und darmitt alles des Schadens, der in daruff

35 ergangen wär und sy davon gelitten und daruff getriben hettindt, genczlich
ussgericht und beczalt sind än allen gebresten komer und äne allen iren schaden
und än all arglist uffsäczz und gevärde. Ob ouch wär, das der genant
Litscher, sin erben, ir botten oder ir helffer mit sölicher obgemeldten pfandung
und angriffen missfürendt und missgriffendt, wie sich das gefügte, das sol in

40 gegen üns, ünsren erben und lüten kainen schaden bringen noch gebären und
darmitt und daran nit gefrävelt noch unrecht gethan haben, sunder des genczlich
unengolten sin. Und vor disem allem, wie denn hievor geschriben gemeldet
und begriffen stät, sol üns, ünser erben, ünser gut und hab und ünser lüt noch ir gut
nicht schiermen befriden noch hinziechen deweder fryhait fryung noch gelait bäbst-


Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/thommen1932/0021