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89. — 1448 Juni 27.
Zu wissen sye allermeniclich, das uff hüt datum dis nottels die Äbte Friedrich
von Reichenau und Nikolaus von St. Blasien einerseits, und . . . Thüring von Hall-
wyl der elter und her Thüring von Hallwyl der iünger sin sun ritter andererseits
5 durch erber lüte ains kouffs gütlich ... in ain komen sind derart, daz dieselben . . .
von Hallwyl den obgenanten zwayen herren in namen ir selbst und ir nachkomen
und gotzhüser wegen samenclich ains rechten bestäten ewigen und redlichen
ungevarlichen kouffs zu kouffen gegeben haben die herrschafft Blumegg und den
Turm Dillendorf mit. . . allen . . . iren zügehörungen und gerechtikaitten, gar
10 nichtz daran ußgenomen . . ., ouch daz huse in der statt Schauffhusen gelegen,
daz ettwann Hannsen von Homburg säligen des eitern gewesen ist, allez in ainer
summe umb zwölfftusend achthundert und viertzig guter rinischer guldin. Und
also sollend die obgenanten von Hallwyl sölich oberzelt herschafft und guter
und all brieff daruff sagende den beiden äbbten oder iren volmechtigen anwalten
15 zu iren hannden . . . verttigen und uffgeben zwischen datum dis nottels und dem
nehstkünfftigen sant Jacobs tag vor ainem lantgericht ze Stülingen nach aller
notdurfft. Und sy baid von Hallwyl und dartzü vier edelmann, ir nehsten fründc,
und ir erben sollen den beiden Äbten, ir nachkomen und gotzhüsern sölichs kouffs
recht geweren sin und werschafft tun, dez aigens nach aigensrecht und des lehens
2o nach lehensrecht. . . und sy des versorgen mit ainem kouff und werschafftbrieff,
alles in der besten und volkomen forme begriffen, von demselben . . . lantgericht
geverttiget. — Nämlich so sollen ouch die selben von Hallwyl iren vliß und vermögen
tun getrülich, daz den beiden Äbten oder irem lehentrager . . . von . . .
\hertzog Albrechten von Osterrich etc. das dorff Ottferdingen, daz von ihm und
25 dem huse Osterrich zu lehen ist, gnediclich gelijhen werde. — Item alz denn der
obgenant Thüring von Hallwyl der elter dem Abt Friedrich nünhundert und
dem Abt Nikolaus zway tusend rinisch guldin gelijhens geltz schuldig blibet,
ist beredt, daz in baiden sölich vorgemelt nün und zwaintzig hundertt guldin
an der obgeschriben hoptsume der 12840 fl. sol abgezogen werden. Und umb
30 die übrigen sum, die noch also von den obgenanten zwayen herren unbezalt
usstünde, nämlich 9940 fl, die denn der selb obgenant Thüring von Hallwyl
der elter an ettliche ende schuldig ist und davon ainen iärliehen zins gibett, als
nämlich: Ludwigen Mayer achthundertt guldin, davon zu zins uff sannt Martinsa)
tag viertzig guldin; Martin von Blümnegk fünffhundertt und vier guldin, davon
35 zu zins uff die vasnachtb) achtundzwaintzig guldin; dem Snewlin von Friburg
vierhundertt und fünfftzig guldin, davon zu zins uff vasnacht fünff und zwaintzig
guldin; des von Epptingen säligen wibc zu Basel fünff hundertt guldin, davon
ze zins uff Jacobi0) fünffundzwaintzig guldin, des Truchssäsen von Lentzburg
wib sechshundertt guldin, davon ze zins uff Jacobi drissig guldin; Rüdolffen
40 Summer ze Aröw ainlff hundertt guldin, davon ze zins uff sannt Jacobs tag vier
und viertzig guldin; Eglin von Mülinen vierhundertt guldin, davon ze zins uff
sant Martinstag zwaintzig guldin; der von Buehsnang drühundertt fünff und
a) 21. November. b) Dienstag nach Esto mihi. c) 25, Juli.
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