Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., H 7343-4
Thommen, Rudolf [Hrsg.]
Urkunden zur Schweizer Geschichte aus österreichischen Archiven (Vierter Band): 1440 - 1479
Basel, 1932
Seite: 299
(PDF, 92 MB)
Bibliographische Information
Startseite des Bandes
Zugehörige Bände
Varia

  (z. B.: IV, 145, xii)



Lizenz: Public Domain Mark 1.0
Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/thommen1932/0313
299

uns fürnemet, des ir doch wol möchtet vertragen sein. Geben zu Füssen an
donrstag sant Franciscen tag anno etc. Lxiint0 (Oktober 4).

IV. Antwort der Aitgenossen von Stetten und lendern ratzbotten, als wir der
zit ze Luzern zu tagen versampnot gewesen syen, auf des Herzogs Brief unter n° III.

5 Die ersten zwei Drittel dieses Briefes bis getruwen wir nit (s. S. 298 Z. 16) stimmen
mit n° II fast wörtlich überein. Dann heisst es weiter: Und diewyle wir also verstanden
, daz üwer gnad solchs mit Bilgeri nit verschafft hab oder zu verschaffen
schuldig syent, als wir das in üwer gnaden antwurt vermerkhen, die uns nit
verumpillichen kan, auch her Pilgri herüber sidher die ... . von Schaffhüsen

io in die keiserlichen acht und aberacht bracht. . . hat, ouch sich darzu . . . under-
standen hab, si zu bäbstlichen bennen, ouch zu andern grossen sweren und
treffenlichen beswerungen ... zu bringen, si ouch zu verderplichem costen und
schaden bracht, si darzu an menigen ennden vor fürsten herrn, geistlichen und
weltlichen, Stetten lenndern und gemeinden allenthalben mit sinen unwarhafften

15 worten und schrifften hoch und tieff vertragen verseit und verungelimpft hat
und teglichs tut wider got ere glimpff und recht, das denen von Schaffhüsen
lang zeit unlidlichen gewesen ist und fürbazzer nit mer lidenlich sin, sunder uns
bedünken wil, daz der Friede ouch uns gebrochen sye. Und umb das dann üwer
gnad die ding kurz habe: Falls üwer gnad noch hüt by tag mit hern Pilgrin ver-

20 schaffet. . . angends und unverzogenlich semlich . . . acht und aberacht abzu-
tünd und ouch siner Werbung der bäbstlichen bennen halb müssigen und, ob
er derer von Schaffhüsen Zuspruch nit vertragen mög, gegen inen dem rechten
nach ynnhalt des 15jährigen Friedens nachzegande und üwer gnad uns das by
disem botten schrifftlich zuseit, in dem namen gots. Geschieht dies nicht meinen

25 wir durch . . . Pilgrins unrechtlicher fürnemung und ouch daz der gedacht friden
an uns und unsern eidgenossen von Schaffhüsen nicht gehalten sind etc., als
obstat, an im zuzekomen. Und ob wir in nüzemal nit ergriffen mögen, so meinen
wir aber des andern nechsten, so dann uwern als der herschafft von Österreich
tails verwandt sind, der sye wer der well, zuzekomende und gen inen herumb

30 furzenemen und zu tünde, damit denen von Schaffhüsen harumb wandl beschech
und daz der . . . frid an inen und uns gehalten werde. Und üwer gnad mag wol
bedenkhen, was dann hievon . . . erwachsen mag. Geben und mit unser eidgenossen
von Lucern secret besigelt von unser aller wegen uff sambstag sant
Martins abend episcopi anno domini etc. Lxiint0 (November 10).

35 V. Herzog Sigmund an der Aitgnossen ratsboten von Stetten und lendern,
als si zu Lucern bei einander gewesen sind. Ersamen weysen lieben besunndern.
Ewer schreiben uns yetz aber getan Pilgrins von Hewdorf sachen halb haben
wir vernomen, darinn ir under annderm beruret, wie durch desselben von Hew-
dorff handl dem fünfzehenierigen friden nicht nachgegangen, auch an ew nit

40 gehalten, sunder geprochen sey. Nü zweivelt uns nicht, ir habt aus unserm
schreiben ew vormals der sachen halb getan wol verstanden, daz derselb Pilgrin
unser rat diener noch landsäss und dem haus Österreich nichts verwandt ist, deshalben
wir mit im weder ze schaffen noch zu gebieten haben und mainen, daz
wir und die unsern den xvierigen frid untzher albeg gehalten haben und hinfür


Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/thommen1932/0313