Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., H 7343-4
Thommen, Rudolf [Hrsg.]
Urkunden zur Schweizer Geschichte aus österreichischen Archiven (Vierter Band): 1440 - 1479
Basel, 1932
Seite: 352
(PDF, 92 MB)
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352

poten Pilgryn zugesannt, dem auch Pilgryn nachkomen ist, dabei aber zu merken
sey, das sy sich Pilgryns allain und nicht meins gnedigen herrn gehallten haben
und Pilgrin in den friden nicht gezogen sey. Und sagen meins g. hern ret dabei
auf der teidingshern melden, das in in kainem weg zugesagt sey von ymant solh
gellt zu geben. Aber wol bekennen sy, nachdem sy ersucht sein daran zu sein, 5
damit solh gellt gegeben werde, da haben sy gesagt, das sy des guten fleiss meiner
g. fr. das zusagen haben wellen. Und ist in dabei gesagt wie vor. Sy maynen
deßhalben nichtz pflichtig noch abtrag schuldig sein zu tun. So erbeut sich sein
gnad in mass, wie in der zetel vertzaichnet ista).

6. Es ist in auch gesagt von der gefanngen wegen zu Mulhusen die ledig io
zu zelen; wann vast unbillich und swer sey hie zu tagen und das die meins gnedigen
herrn dort gefanngen ligen sullen.

Am frytag nach Michaelis13)

7. haben die teydingslut aber den reten sagen lassen, wie sy an gestern
vernomen haben, sy allerlay erzelen, wie die Sachen gestallt sein her Pilgryns 15
halben, das der weder rat diener noch inwoner sey, und dabei begert sy deßhalben
spruch zu erlassen. Nw sagen doch die Aidgnossen, das Pilgryn im frid
begriffen sey. Er sey auch darnach vogt zu Lauffemberg gewesen. Dem allen
sey nw, wie es welle, so versteen doch die teydingsherrn und wissen wol, an
wem das hannge. Die ret haben nicht gewallt, gellt zu geben. So vermaynen die 20
Aidgenossen gellt zu haben. Das kunne nw nicht ausgericht werden dann mit
recht. Nachdem nw die rechtbot von den reten gesetzt sein, der sy gnug bedunk
sein, so sein sy doch für fursten und gross herrn, die weitgesessen sein. Und ist
darauf ir begeren gewesen, das die oder der ain tail darauf die leuttrung gesezt
sey in den artigkel, darauf die haubtsach stet, gesetzt werde, so wellen sy fleis 25
haben, das darinn gerett werden sulle solher mass, das sich zu friden ziech und
zu recht komen sulle, und wellen dann darnach, ob es sich fuegen well, reden von
einer durchgennden verstentnuss und aynung umb anndern Sachen, die sich
begeben nieten.

8. Darauf ist in widerumb gesagt, wie rechtgebot geboten sein, daran die rett 30
hoffen, das sich m. g. herr mer dann gnugsamlich erboten haben und die sy unbillich
absiahen können oder mögen. Und ob nw die ain sach Pilgryns übertragen
würde, so sey doch not, wie es umb die anndern Sachen besteen. Dann vormals
vil Sachen begangen sein, dorumb dannoch, ob ains mit dem anndern nicht vertragen
wurde, all tag krieg entstunden und war gleich noch als ytz. Und ist in 35
mit vil langen und gnugsamen worten erzellt, was meinem gnedigen herrn und
den seinen beschicht. In hab auch sein gnad geschriben, ob sy die friden von
kaiser geboten und von babst bestett hallten wellen, darzu sy kain antwurt
geben haben und weis mein g. herr nicht, woran er sey. So sein auch die meins
gnedigen herrn in disen stenten gefangen worden, als dann das dem von Basel 40
gesagt und gebeten ist daran zu sein als ain teidingsman, damit solh gefanngen
ledig gelassen werden, darumb noch kain antwort geben sey. Und ist in ferrer

a) .4»/ dem Blattrand unten steht von derselben Band ohne Venveisungszeiehen: Wie die Sachen zu bringen
weren auf den kaiser zu recht. b) 2. Oktober.


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