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1509?); zahlreiche gleichzeitige Berichte über die Colloquien der Reformationszeit; die Originalausgabe
der Formula Concore!iae, Dresd. 1580, mit dem Verzeichnis der Subscribenten von
1579; dazu Predigten und Streitschriften über diese Concordienfonnel, Matthesius Bergpostille,
Nürnb. 1562 (die Predigten über das Leben Luthers erst von 1608), Taulers Predigten in der
(zweiten) Basler Ausgabe von 1522; — Apuleji philo»; Piatonis apologia ex rec. et c. castig.
Casauboni ad Jos. Scaligerum 1594, c. comm. Beroaldi 1597, Petri Martyris Vermigli appli-
catio Aristot. eth. 1598; Seldeni de diis Syris syntagmata duo, Lond. 1617, — Olyrapiae
Fulviae Moratae opp. omnia 1580. — Panegyrici vet. collecti ed. Frohen. Bas. 1520. —
Apollinar. interpretatio psalmorum vers. heroico gr. et lat". ed. Sy Iburg 1596, Cujacii obserrv.
et emendat. 1. XXVHL 1598; — Eustathii comm. in Odysseam. Bas. 1559, 2 Bde. Joh.
Stobaeus, ed. Conr. Gfesner, gr. et lat., Francof. Wechel 1581. — Casauboni comm. in
Athenaeum, 1600. — Cod. Justiniani c. comm. Dion. Gothofredi, Francof. 1587. Jani Gru-
teri lampas, 5 voll. 1602; Methodus n. Ratichiana linguas compendiose discendi 1615, Henr.
Stephani ep. de suae typographiae Statu et nominatim de thesauro linguae Gr. 1569, Verri
Flacci fragm. Festi etc. ed. Dion. Gothofredus 1595; — Spangenberg, Bonifacius, 1603;
— G. Fabricii Roma 1550; Ej. Itinera Rom; Ej. Antiquitatis monum., Seb. Franckens Zeitbuch
von Anbeginn, Strassb. «1531; Die kleinen und grossen Apologien der böhmischen
Stände 1618, 1619; Fürstl. Anhaltische Geheimkanzlei 1621; Schmidts Thüring. Chronik
1599, Reinhards Neue Thür. Chronik 1613; ■ Neue Bergordnung v. Brandenburg 1519, Der
Grafschaft Flenneberg Apotheker Ordnung 1612, Freheri comm. de secretis judieiis olim in
Westphalia . . usitatis, 1610; Der Churfürsten von Sachsen Ordnungen in S. der Polizei 1614,
Hertels Notariatbuch 1624; — Aldronandi Ornithologia, 1. XII. Francof. 1620, Medicina
Salernitana 1599.
Neben den Büchern sind aus Sehers Zeit auch noch eine Reihe von Handschriften
übrig: namentlich eine (vorn unvollständige) Handschrift von Josephus c. Apionem, eine am
Ende unvollständige von Josephus Archäologie und 2 nur auf den vordem Blättern beschriebene
von einem Corrector durchgebesserte Lagen, welche den Schluss der Schrift vom Jüdischen
Kriege enthalten: Z' von den Worten an tivai xo xovcpöxaxov mit der Nachschrift von der Hand
des Schreibers TeXog xrjg LcoGynov Lovdaixijg aXcoöEcog; alle Handschriften auf Papier, die beiden
letztgenannten in Grossquart, die erstgenannten in etwas kleinerem Quartformat. Der Codex
c. Apionem ist nach den Mittheilungen des Herrn Professor Dr. A. von Gutschmid, welcher
denselben in den Jahren 1873 und 1874 benutzt hat, abhängig von der Florentiner Handschrift
und von einem Gelehrten der Reformationszeit geschrieben, der jene (mit Verstand) interpolirt
hat, insbesondere aber interessant als Quelle der Ed. princ. des Peraxylus, von welchem bereits
bekannt war, dass er durch Crotus Rubianus einen Codex erhalten habe; Crotus aber war ver-
muthlich eine Zeit lang als Prinzenerzieher und Lehrer in Schleusingen beschäftigt0). Die Benutzung
zeigt sich nach dem Urtheile des Herrn Prof. Dr. von Gutschmid in den der Handschrift
beigeschriebenen Seitenziffern der Ed. princ. (916 — 954), namentlich in den Aendcrungcn der
Ziffern, Avelche wohl den Stand der verschiedenen Correcturen angeben, auch sonst in Spuren der
verwischten Stellen und namentlich auf den letzten Blättern, wo die Ed. princ. nicht die LAA.
des verwischten Codex, sondern die Marginal-Ergänzungen bietet: letzteres ein Zeichen, dass der
Codex schon damals in nicht wesentlich besserem Stande war als jetzt. Er bestellt aus 50 von
S. 1 —100 paginirten Blättern. Die Handschrift der Archäologie reicht in Buch i& bis zu
den W. %axa exaöxov avdga, unter welchen noch der Custode xoigxs rjye auf die ursprünglich
folgende Fortsetzung deutet. Er ist ebenfalls, jedoch erst vom Beginn der Perioche zum 16. Buche
au, genau in derselben Weise wie die Handschrift der BB. c. Apionem für den Druck verarbeitet;
6) Festschr. v. J. 1877, S. 3.
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