Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., H 465
Gesellschaft für Beförderung der Geschichts-, Altertums- und Volkskunde von Freiburg, dem Breisgau und den Angrenzenden Landschaften [Hrsg.]
Zeitschrift der Gesellschaft für Beförderung der Geschichts-, Altertums- und Volkskunde von Freiburg, dem Breisgau und den Angrenzenden Landschaften
16.1900
Seite: 61
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Ueber die Uhren-Industrie des Schwarzwalds

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noch für 12 fl. ein naheliegendes Stück Feld zur Hütung ge-

Er halt 1 Kuh, 1 Ziege, 1 Schwein und 4 Hühner.
Sein Grundstück, das sogenannte Kuhteil gibt ihm einen
Ertrag:

a. von 40—50 Garben Frucht
ä 30 kr. und einer gewissen
Quantität Bortenstroh zum
Strohflechten, von dem aus
2 Garben 1 Bund zu 28 kr.
gewonnen werden kann . 80 fl. — kr.

b. ein Kalb......5 fl. — kr.

Ausserdem versorgt es ihn

mit der samtlichen Milch, indem
die Kuh durch Butter in der
Neumelkezeit den Ausfall vor
dem Kalben ersetzt. Von der
Kuhmilch kann die Hälfte der
nötigen Butter erzielt werden,
weil ein Teil des Müchbedarfis
durch die Ziege gedeckt wird.
Die Sau gibt für den größten
Teil des Jahrs Speck und Bauchfleisch
, die Hühner für das halbe
Jahr Eier und das Feld 100
Köpfe Kraut zu 2 fl. 42 kr. Die
GärtchenSalat und etwas Gemüse 85 fl. — kr.

Zusammen Ertrag 70 fl. — kr.
Dagegen fordert der Unterhalt
der Kuh außer den Ertrügen
des Kuhteils noch:

40 Sester Kartoffeln zu 12 kr. 8 fl. — kr.

den Sommer über 5 Sester

pachtet.

Mehl zu 84 kr.

2fl.

50

kr.

und wöchentlich 2 Pd. Salz
zu 8 kr.......

5 fl. 12 kr.

_ _«» _

Der Unterhalt der Ziege für

den Winter einen einspannigen

Wagen Heu .... . . .

.Hfl. — kr.
27 fl. 2 kr.


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